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Red Bull wegen Honda optimistisch für 2021: "Wir wollen die WM!"

Wenn der Honda-Motor wirklich so gut ist, wie Red Bull hofft, dann wird ein Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes Ende 2021 kein Thema sein

Red Bull wegen Honda optimistisch für 2021: "Wir wollen die WM!"

Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko ist optimistisch für die am 28. März beginnende Formel-1-Saison 2021 und sieht für das Team um Max Verstappen die beste Chance seit Einführung der Hybridmotoren im Jahr 2014, erstmals seit 2013 (damals mit Sebastian Vettel) wieder Weltmeister zu werden.

Mercedes sei zwar auch dieses Jahr "ganz klar Favorit", unterstreicht Marko in einem Interview mit 'ServusTV' - aber: "Wir gehen so gut vorbereitet wie noch nie in den letzten sieben Jahren in die Saison. Unser Ziel ist: Wir wollen die WM! Auch wenn wir als Außenseiter in das ganze Geschehen hineingehen."

Red Bull sei "gut aufgestellt", denn man komme mit einem Auto, "das das letzte Rennen gewonnen hat. Obwohl Hamilton da natürlich durch seine Coronakrankheit geschwächt war. Motormäßig konnten sie auch nicht die volle Leistung bringen, weil sie Probleme mit der MGU-K hatten. Trotzdem: Unser Sieg war klar", erinnert sich Marko an das Saisonfinale 2020 in Abu Dhabi.

Ein ganz wesentlicher Grund für seinen Optimismus ist paradoxerweise der Honda-Antrieb. Paradox deshalb, weil Honda bereits bekannt gegeben hat, sich Ende 2021 werksseitig aus der Formel 1 zurückzuziehen. Doch die Japaner möchten sich unbedingt würdevoll von der großen Bühne der Königsklasse verabschieden - und haben dafür nochmal alles in die Waagschale geworfen.

AlphaTauri-Teamchef Franz Tost hatte den neuen Honda-Antrieb in einem Video-Interview (zu sehen unter anderem auf dem YouTube-Kanal von Motorsport-Total.com) bereits Ende Februar in den höchsten Tönen gelobt: "Das ist ein komplett neuer Motor, der wirklich toll aussieht." Besonders hervorzuheben sei das sogenannte "Packaging" und die Gewichtsverteilung.

Aus Sicht von Marko ist der "komplett neue Motor" sogar "ein wahres Kunstwerk" - sowohl was die Kompaktheit betrifft als auch hinsichtlich der Ausführung der Installation. Honda habe für 2021 "mehr Leistung" gefunden und "in gewissen Bereichen, wo es ein Handicap gegeben hat", Schwächen eliminiert.

In Summe erwartet der 77-Jährige daher "eine Verbesserung, sodass wir auf Mercedes-Niveau sein sollten. Aber wir wissen, dass Mercedes auch nicht schläft. Ich hoffe nur, dass ihr Sprung nicht mehr so groß ist, weil die Triebwerke in die achte Saison gehen und die Kurve irgendwann ausflacht."

Man sei bei Red Bull "sehr zuversichtlich", was den Honda-Motor betrifft, betont Marko: "Es gab in der Vorbereitung kleinere Probleme, die aber auf Schlampereien zurückzuführen waren. Es war nichts, was vom Mechanischen oder Elektronischen her gravierende Probleme geben sollte."

Und wenn Red-Bull-Honda dann wirklich so konkurrenzfähig ist, wie sich der Österreicher das erhofft, dann wird auch ein Flirt zwischen Mercedes-Teamchef Toto Wolff und Max Verstappen, wie ihn Christian Horner befürchtet, kein Thema sein. Verstappens Red-Bull-Vertrag läuft bekanntlich bis Ende 2023, ist jedoch an eine Performanceklausel gebunden.

Man müsse sich nicht juristisch gegen einen Abwerbungsversuch seitens Mercedes aufstellen, sagt Marko, sondern "wir müssen Max ein siegfähiges Auto hinstellen, mit dem er chancengleich um die WM fahren kann. Wenn uns das gelingt, steht einer weiteren zukünftigen Zusammenarbeit nichts im Wege."

Mit Bildmaterial von Getty Images / Red Bull Content Pool.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Max Verstappen
Teams Red Bull
Tags helmut marko
Urheber Christian Nimmervoll