Red Bulls alternativer F1-Cockpitschutz bekommt Unterstützung

Einer der Konkurrenten von Red Bull Racing unterstützt das etwas „futuristischere“ Halo-Konzept des Teams, das nächsten Monat zum ersten Mal getestet werden soll.

Obwohl Ferrari den vom Automobil-Weltverband (FIA) favorisierten offenen Halo bereits getestet hat, will Red Bull mit einer anderen Lösung – einer Rundumverglasung aus Acryl – experimentieren.

Giorgio Piolas exklusive Zeichnung vermittelt einen Eindruck, wie das Design aussehe könnte. Es hat auf beiden Seiten der Autonase je eine Stütze anstatt der einen vor dem Fahrer.

Red-Bull-Racing-Teamchef Christian Horner sagte zu Beginn des Monats gegenüber Motorsport.com: „Es ist mehr wie eine breitere Windschutzscheibe, oben offen.“

„Es ist eleganter und bietet hoffentlich bessere Sicht. Warten wir ab, was die FIA dazu sagt.“

Unterstützung von Williams

Die stellvertretende Teamchefin Claire Williams sagt, dass sie die Red-Bull-Version bevorzuge, da sie bessere Sicht biete.

„Ich ziehe wirklich das Jet-Fighter-Konzept von Red Bull vor. „Wenn wir Autos wollen, die futuristischer aussehen sollen, dann sollten wir eine Art Jet-Fighter-Ding herum bauen. Ich finde das aufregend. Dann muss man sicher aber Gedanken um Wasser und Kondenswasser und all das machen. Es ist also noch in Arbeit.“

Horner ein „Purist“

Horner mag das Ferrari-Konzept nicht, das auch von Fans und Fahrern Kritik geerntet hat.

Fotostrecke: Das ist der neue Formel-1-Cockpitschutz Halo

„Ich persönlich mag es nicht“, sagte er. „Ich verstehe, dass die Sicherheit des Fahrers von oberster Wichtigkeit ist, ich glaube aber, dass ich ein bisschen mehr ein Purist des Rennsports mit offenen Cockpits bin, das es seit 60 Jahren gibt – und damit ist Gefahr verbunden.“

„Natürlich müssen wir alles tun, was wir können, um die zu minimieren. Dieser Schutz, über den man nachdenkt, der Halo, hätte Felipe Massa nicht geholfen und hätte leider auch Jules Bianchi nicht geholfen.“

Die Sicherheit entscheidet

Die letzte Entscheidung, welches Konzept Standard wird, wird am Ende von der FIA getroffen. Sie soll das von Ferrari getestete Konzept bevorzugen.

Bildergalerie: Ferrari testet Halo-Konzept

Williams gab zu, dass die Sicherheit das alles entscheidende Kriterium sein werde.

„Ich habe natürlich beide Vorschläge gesehen“, sagte sie. „Sie sind noch im Entwicklungsstadium und werden vom FIA-Institut noch untersucht.

„Am wichtigsten ist, welche Lösung den besten Schutz für den Fahrer bietet und bis das entschieden ist, unterstütze das Konzept, das am besten funktioniert.“

Kimi Raikkonen, Ferrari SF16-H running the halo cockpit cover
Kimi Räikkönen, Ferrari SF16-H, mit dem Halo-Cockpitschutz

Foto: XPB Images

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