Red Bulls erster WM-Kampf seit 2013: Laut Horner kein Nachteil

Warum Red-Bull-Teamchef Christian Horner nicht befürchtet, sein Rennstall könnte nach Jahren ohne Titelchance "eingerostet" sein im Kampf gegen Mercedes

Red Bulls erster WM-Kampf seit 2013: Laut Horner kein Nachteil

Erstmals seit 2013 hat Red Bull wieder realistische Chancen auf den WM-Titelgewinn in der Formel 1. Weil aber die bislang letzte Erfahrung im Kampf um den Gesamtsieg schon Jahre zurückliegt, wird Teamchef Christian Horner gefragt, inwiefern er befürchte, seine Mannschaft könnte "eingerostet" sein. Doch Horner winkt ab: Sein Team sei voll auf Sieg gepolt.

In der Pressekonferenz sagte der Red-Bull-Teamchef: "Im Prinzip sind die leitenden Positionen noch gleich besetzt wie damals. Über die Jahre hatten wir eine ausgezeichnete Kontinuität. Die Mehrheit der Leute an der Boxenmauer war schon zu unserer erfolgreichen Zeit 2010 bis 2013 dabei."

Außerdem habe sein Team nie aufgehört, die bestmöglichen Ergebnisse anzustreben. "Es ging immer darum, Gelegenheiten mit beiden Händen zu ergreifen", erklärt Horner. Er wähne Red Bull dahingehend noch immer "gut aufgestellt". Weiter sagt er: "Wir versuchen, solche Möglichkeiten wahrzunehmen und ein Auto zu haben, das über die Saison hinweg Leistung bringen kann."

Aussicht auf WM-Sieg sorgt für ausreichend Motivation

Das in Verbindung mit der Aussicht, Mercedes erstmals in der Turbo-Hybrid-Ära seit 2014 eine Niederlage im WM-Titelkampf zufügen zu können, sorge für "großartige" Stimmung im Team. "Es ist schon so lange her, dass jemand Mercedes ernsthaft Paroli bieten konnte. Und wir lieben es, mit einer Siegchance anzutreten statt nur mit einer Außenseiterchance", meint Horner.

Er spricht von "viel Motivation und Energie" bei Red Bull und fügt hinzu: "Wir sind ausgezeichnet eingestellt für die zweite Saisonhälfte. Da kommen noch ein paar interessante Strecken. Manche passen zu unserem Auto, manche passen [zu Mercedes]. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die WM erst ganz zum Schluss entschieden wird."

Mercedes: Konstanz entscheidet die WM 2021

Mercedes-Teamchef Toto Wolff schließt sich diesen Äußerungen an und meint, Red Bull sei nie wirklich weg gewesen. "In den [vergangenen] Jahren waren sie immer zur Stelle, vor allem mit Max [Verstappen]. Sie hatten vielleicht nicht die Konstanz über die komplette Saison hinweg, aber es gab Rennen, in denen sie uns geschlagen haben."

Was Red Bull 2021 zu einem ernsthaften Mercedes-Herausforderer gemacht hätte, sei, dass Mercedes "etwas schwächer aus den Startblöcken" gekommen sei. Damit spielt Wolff auf die Regeländerungen vor der aktuellen Saison an, die unter anderem einen veränderten Unterboden vorsahen. Doch dieses Handicap habe Mercedes überwunden, man habe "aufgeholt", sagt Wolff.

Jetzt komme es einzig darauf an, möglichst konstant zu agieren. "Es geht nicht nur um den Speed des Autos auf einer bestimmten Strecke, sondern du musst die Punkte holen", meint Wolff. "Man sieht, wie schnell es gehen kann. Mit einem Ausfall oder einem Defekt kann es in beide Richtungen gehen. Dann verlierst du Punkte in der Meisterschaft."

"Entscheidend ist also die Konstanz. Du musst sicherstellen, dass du am Sonntag zur Stelle bist, wenn es die großen Punkte gibt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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