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Max Verstappen übt scharfe Kritik an der Politik im Formel-1-Fahrerlager und fordert von der FIA harte Kante für 2027

Regel-Zoff für 2027: Verstappen fordert FIA-Machtwort gegen Formel-1-Teams

Max Verstappen im Fahrerlager von Kanada

Foto: Getty Getty

Große Diskussionen hinter den Kulissen der Königsklasse: Weltmeister Max Verstappen fordert im anhaltenden Streit um das Motorenreglement für die Saison 2027 ein konsequentes Durchgreifen des Weltverbandes FIA.

Der Red-Bull-Pilot macht sich Sorgen um die Attraktivität des Sports, sollte das geplante Reglement durch politische Spielchen der Teams verwässert werden. Für Verstappen selbst ist das Thema eine Herzensangelegenheit für die langfristige Zukunft.

"Ich kann euch sagen, wenn es so bleibt wie jetzt, dann... mal sehen. Es ist für mich mental einfach nicht machbar, auf Dauer so weiterzumachen, absolut nicht", erklärt Verstappen mit Blick auf den Fahrspaß im Cockpit.

Verstappen fordert ein FIA-Machtwort gegen Paddock-Politik

Hintergrund der Debatte ist ein konkreter Vorschlag der FIA für 2027, um die ohnehin in der Kritik stehenden 2026er-Regeln zu korrigieren. Geplant ist, den Benzindurchfluss des V6-Motors zu erhöhen.

Das Ziel der Regelhüter ist ein gesundes Leistungsverhältnis von 60 zu 40 Prozent zwischen Verbrenner und Elektro-Energie. Während Red Bull und Partner Ford das Paket unterstützen, regt sich bei der Konkurrenz Widerstand.

Einige Hersteller rudern nun wieder zurück und wollen die Änderungen auf 2028 verschieben. Verstappen fordert die FIA daher auf, die Reform zur Not auch gegen den Willen der Teams durchzudrücken.

Schulterschluss mit Carlos Sainz gegen die Blockierer

Mit dieser klaren Haltung steht der Niederländer im Fahrerlager nicht allein da. Auch Williams-Pilot Carlos Sainz forderte die FIA jüngst auf, eine unnachgiebige Position gegenüber den Herstellern einzunehmen.

"Natürlich stimme ich ihm da vollkommen zu", pflichtet Verstappen dem Spanier bei. "Und es wäre einfach besser für den gesamten Sport. Das ist nun mal die typische Formel 1, es ist ein bisschen schade."

Nach über zehn Jahren im Zirkus überrascht Verstappen das politische Taktieren im Fahrerlager zwar nicht, doch er hofft auf ein gutes Ende. Für ihn ist die geplante 60-40-Aufteilung der richtige Schritt.

Versteckte Vorteile: Wer bremst die neuen Regeln aus?

"Bleiben wir optimistisch. Wir arbeiten immer noch darauf hin, diese Änderungen umzusetzen", zeigt sich der ehemalige Weltmeister kämpferisch. Für das Taktieren der Konkurrenz hat er eine einfache Erklärung.

"Natürlich versuchen einige Leute, die im Moment vielleicht einen kleinen Vorteil haben, die Sache so schwierig wie möglich zu machen", stichelt der Niederländer in Richtung der namentlich nicht genannten Blockierer.

"Aber wenn die FIA jetzt Stärke zeigt und auch das Formel-1-Management mitzieht, dann müssen sie es einfach durchziehen", so Verstappen. Ob die Funktionäre diesen Mut besitzen, werden die nächsten Wochen zeigen.

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