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Nach Reifen-Abstimmung: Änderung könnte trotzdem 2020 kommen

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Nach Reifen-Abstimmung: Änderung könnte trotzdem 2020 kommen
Autor:
28.06.2019, 09:11

Nicht ab sofort, aber möglicherweise in den letzten zwei, drei Grands Prix der Saison 2019 könnte die Formel 1 auf neue Reifen umstellen

Die Formel 1 wird die Saison 2019 mit den bisher verwendeten Reifen zu Ende fahren. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung am Freitagmorgen in Spielberg. Nur vier Teams haben eindeutig für eine Rückkehr zu den 2018er-Reifen mit dickeren Laufflächen gestimmt. Für eine Änderung wären aber sieben Stimmen erforderlich gewesen.

Naturgemäß stimmten die beiden Red-Bull-Teams sowie Ferrari und Ferrari-Kunde Haas für den Vorschlag. Ebenso klar war bereits im Vorfeld, dass Mercedes plus die Kundenteams Racing Point und Williams dagegen stimmen würden. Genau wie McLaren. Wackelkandidat Renault stimmte für die Mercedes-Position.

Dass es laut Mercedes-Teamchef Toto Wolff letztendlich ein Ergebnis von 5,5:4,5 gegen eine Änderung gab, lag an Alfa-Romeo-Teamchef Frederic Vasseur. Der soll im Meeting seine Hand gehoben, aber gleichzeitig signalisiert haben, dass er eigentlich unentschlossen ist. Vasseur gilt als Vertrauter von Wolff, bezieht aber Motoren von Ferrari.

Den Enttäuschten wurde aber ein Kompromiss angeboten: "Wenn Pirelli es technisch schafft, 2020er-Mischungen früh zu produzieren, dass wir die auch jetzt schon beispielsweise an einem Freitag fahren", berichtet Wolff.

Trotz des Abstimmungsergebnisses sei sogar denkbar, die an Freitag getesteten Reifen gegen Ende der Saison auch in Qualifying und Rennen zu verwenden: "Wenn sich herausstellt, dass diese Compounds besser sind", schränkt Wolff ein und betont, man rede dabei von "den letzten zwei oder drei Grands Prix". Dann ist die WM voraussichtlich ohnehin entschieden.

Sebastian Vettel

Auch Sebastian Vettel war bei dem Meeting anwesend

Foto: LAT

Interessant: An dem Meeting nahmen nicht nur die Teams, Mario Isola von Pirelli, Ross Brawn für Rechteinhaber Liberty Media und FIA-Technikchef Nikolas Tombazis teil, sondern auch fünf Fahrervertreter. Angeführt von GPDA-Direktor Alexander Wurz waren das Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Charles Leclerc und Romain Grosjean.

Wolff versteht die Initiative, die letztendlich von Red Bull und Ferrari angeführt wurde. Der Vorstoß hatte zwei Ebenen: Erstens ging es vermutlich darum, die Mercedes-Dominanz zu brechen - aus Eigennutz. Zweitens berichteten Teams wie Haas aber tatsächlich davon, dass sie so große Schwierigkeiten mit den Reifen haben, dass sie sie auch nach mehreren Runden nicht auf Temperatur bekommen.

Mehr Eigennutz oder das Interesse des Sports: Was lag Red Bull und Ferrari mehr am Herzen? "Ich glaube, es war beides", vermutet Wolff. "Wir haben eine Gesamtverantwortung, das bestmögliche Spektakel abzuliefern. Man kann die Augen nicht davor verschließen, dass es zwei Felder gibt, eine erste Gruppe und eine zweite Gruppe."

"In der ersten Gruppe verstehen manche das Thema Reifen besser als die anderen. Deswegen ist es ein legitimes Thema, das man diskutieren kann", findet der Mercedes-Teamchef. "Aber es ist natürlich auch getrieben vom Interesse, die eigene Performance besser zu machen. So ist die Formel 1, das muss man akzeptieren."

"Für mich war es wichtig, aufgeschlossen an dieser Diskussion teilzunehmen und zu sagen: 'Okay, was können wir tun, damit die Show besser wird?'", sagt Wolff. Pirelli könne man übrigens am allerwenigsten Schuld geben, denn: "Man hat Pirelli gesagt: Ihr müsst einen Reifen bauen, der stark abbaut. Das war völlig falsch."

"Jetzt ändert man diesen 'Target-Letter', indem man sagt: 'Wir wollen ein breites Fenster haben, damit man die Reifen ordentlich aufwärmen kann. Wir wollen mit den Compounds eher auf der harten Seite sein, damit man pushen kann. Manche Teams haben zu wenig Downforce und kriegen den nie ins richtige Fenster. Das kann Pirelli mit Sicherheit machen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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