Rémi Taffin: Renault macht nicht noch einmal den gleichen Fehler

Renault-Motorenchef Rémi Taffin weiß eines: Sein Unternehmen hat aus den Erfahrungen 2015 gelernt und wird nicht noch einmal den gleichen Fehler machen wie 2015c, denn um konkurrenzfähig zu sein, darf man nichts übereilen.

Renault wird 2016 mit Lotus wieder ein offizielles Werksteam an den Start schicken. Und die Franzosen möchten an die Erfolge anknüpfen, die sie mit dem Renault F1 Team und Red Bull Racing in der Vergangenheit erzielt haben.

Im Jahr 2000 übernahm Renault Benetton, erklärte damals aber, man werde das Team erst umbenennen, wenn er siegfähig sei. Zwei Jahre später erfolgte der Namenswechsel, auch wenn Jarno Trulli und Jenson Button noch weit von irgendwelchen Siegen entfernt waren.

Erst Fernando Alonso holte 2003 in Ungarn den ersten Sieg für Renault seit 1983. 2005 und 2006 wurde der Spanier Weltmeister.

Mit Red Bull Racing und Sebastian Vettel feierte Renault zwischen 2010 und 2013 sogar vier Mal in Folge sowohl den Fahrer- als auch den Konstrukteurstitel, das neue Motorenreglement ab 2014 wurde den Franzosen aber zum Verhängnis.

Motorenchef Rémi Taffin erklärt, dass der größte Fehler 2015 gewesen sei, zu schnell zu viel zu wollen. Das werde nicht noch einmal passieren.

„Wir sind beim ersten Wintertest angekommen und dachten, wir hätten einen großen Schritt nach vorne gemacht“, sagte Taffin gegenüber Formula1.com. „Wir dachten, wir hätten gut gearbeitet.“

Auf manchen Gebieten sei das auch der Fall gewesen, aber an drei Hauptpunkten habe es gemangelt.

„Wir hatten ein signifikantes Zuverlässigkeitsproblem der Kolben und eines mit der Elektronik der Antriebseinheit, das wir nicht identifizieren konnten. Am schlimmsten war aber, dass wir Entscheidungen zu spät getroffen haben“, erklärte der Franzose.

„Die Spezifikationen des Motors für das erste Rennen wurden viel zu spät festgelegt und daher waren wir einfach nicht bereit. Wir wollten die Lücke zu Mercedes um jeden Preis schließen und haben uns so selbst den Boden unter den Füßen weggezogen. Durch all diese Probleme konnten wir aber nichts lernen, was uns geholfen hätte, sie in Zukunft zu vermeiden.“

Für die Zukunft und speziell für 2016 sei Renault viel besser vorbereitet und auch die Zusammenarbeit mit Ilmor sei ein Vorteil, betonte Taffin. „Wir werden viel selbst entwickeln, aber mit Partnern wie Ilmor haben wir eine größere Bandbreite und viel mehr Erfahrungshintergrund und Expertise.“

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