Renault: Anfrage bei FIA wegen Öl-Verbrennens kein gezielter Angriff

Renault betont, dass die Anfrage bei der FIA um Klärung der Frage, ob es erlaubt sei, Öl als Treibstoff zu verbrennen, keinesfalls ein Angriff auf Konkurrenten war.

Bei Red Bull Racing glaubte man, dass Mercedes die Praktik, überschüssiges Öl als Treibstoff zu verbrennen, besonders in Qualifying angewendet hätte. Die Antwort der FIA kam noch vor Beginn der Wintertests in Barcelona und war eindeutig: Öl als Treibstoff zu verbrennen sei nicht erlaubt.

Renault-Geschäftsführer Cyril Abiteboul begrüßte die Erklärung der FIA. "Klärungen der Regeln sind immer wichtig, sei es bezüglich der Aufhängung oder des Benzinsystems, aber auch bezüglich des Öls", sagte Abiteboul gegenüber Motorsport.com. "Wir befinden uns jetzt in der Zeit des Jahres, in der es viel Nachrichtenaustausch gibt, das ist wichtig."

"Wir haben niemand speziell angegriffen. Wir müssen aber sicherstellen, dass es allen klar ist und es kann auch ordentlich überwacht und auch durchgesetzt werden, dass Treibstoff der in der Formel 1 hauptsächlich verbrannte Stoff sein sollte."

Abitebul verglich die Situation bezüglich des Öl-Verbrennens mit der andauernden Diskussion um die Aufhängungssysteme – dass die Teams auf Gebieten, die Schlupflöcher lassen, immer ausgeklügeltere Technologien erfinden.

"Wir kommen zu Systemen, die so komplex sind – und das ist dem der Aufhängungssysteme sehr ähnlich", sagte er.

"Wir können uns auf den Geist des Reglements beziehen – es ist allen klar, dass die Verbrennungsstoffe Treibstoffe sein sollten – aber trotzdem kann jeder Motor auch Öl verbrennen."

"Ob man Öl aber als Schmierstoff oder Treibstoff verbrennt, ist etwas völlig anderes. Wir glauben, dass wir bei dem, was der Geist sein sollte, ganz klar sein müssen. Es sollte auch Aufgabe der FIA sein, sicherzustellen, dass es auch durchgesetzt werden kann. Ich weiß, dass das eine Herausforderung ist."

Mercedes streitet entschieden ab, dass Öl als Treibstoff verbrannt worden sei. Bereits 2015 hat die FIA das Team auch von allen Verdächtigungen freigesprochen, als beim Grand Prix von Kanada einige Autos nach extra Additiven untersucht wurden.

Seit der Einführung der Hybridmotoren hat Mercedes angeboten, ein Limit von 5 Kilogramm Ölverbrauch einzuführen, damit kein Hersteller die Regeln umgehen könnte. Das wurde jedoch nie angenommen.

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