Renault: Einigung auf Formel-1-Motor ab 2021 wird schwierig
Ab 2021 soll es in der Formel 1 ein neues Motorenkonzept geben, auf das sich alle Beteiligten einigen müssen – und das könnte schwierig werden, glaubt Renault-Chef Cyril Abiteboul.
Die Diskussionen um ein neues Motorenkonzept haben bereits Ende März 2017 begonnen und Abiteboul sagt, dass man sich einig sei, was am aktuellen Reglement nicht stimmen würde. Eine Einigung aller Parteien – inklusive der Fans – wie es künftig aussehen soll, werde aber weniger einfach werden.
"Das ist typischerweise ein Gebiet, auf dem Lösungen aufgrund der Komplexität der Technologie, der Komplexität der Fragen, nicht so einfach zu finden sind", sagte Abiteboul gegenüber Motorsport.com.
"Man muss die Automobilhersteller, die das aktuelle Modell des Sports finanzieren, zufriedenstellen. Vielleicht kann man ein anderes Modell finden, bei dem die Hersteller für das Geschäftsmodell des Sports nicht mehr so wichtig sind. Das ist [momentan] aber nicht der Fall."
"Man muss die Fans zufriedenstellen, man muss die Kundenteams zufriedenstellen, diese Frage ist also nicht einfach zu lösen."
"Ich denke, man kann aufgrund einer Diagnose – was ist gut, was ist schlecht an der aktuellen Formel – einen Konsens finden."
"Ich denke, eine Lösung wird schwieriger zu finden sein. Nicht nur aus politischen Gründen oder wegen eines Wettbewerbsvorteils, auch wenn das bei denen, die momentan an der Spitze sind, immer etwas mitspielen wird. Sie wollen den Vorteil, den sich sich aufgebaut haben, verteidigen und das ist auch in Ordnung."
"Davon abgesehen glaube ich, dass es ein Kampf für alle werden wird, die richtige Antwort auf die Diagnose zu finden."
Ein wichtiges Ergebnis des 1. Treffens war eine Vereinbarung, dass ein Hybrid-Element auch Teil der neuen Formel sein sollte und man einen Fokus auf den Sound des Motors legen sollte.
"Elektrifizierung wird immer ein Thema sein, das ist sicher, also brauchen wir Elektrifizierung, wir brauchen Hybrid", sagte Abitebul weiter. "Wir brauchen vielleicht einen anderen Mix aus Verbrennungsmotor und Hybrid, aber das darf die Show nicht zerstören."
"Wir brauchen Sound, die Formel 1 muss für die Fans Lärm machen und das liefern wir im Moment nicht."
Renault betont seit Langem, dass auch ein Fokus auf den Kosten liegen müsse und macht sich für eine Budgetobergrenze in der Formel 1 stark.
"Ohne in technische Details zu gehen – und diese Analyse sollte von allen geteilt werden – ist sie auch zu teuer für die Automobilhersteller, sie ist zu teuer für die Kunden", sagte Abiteboul.
"Eine Budgetobergrenze würde also helfen, da sind wir uns einig."
"Wo sollen wir aber hingehen? Das wird die Herausforderung, es ist aber eine gemeinsame Herausforderung. Ich hoffe also, dass wir mit all dem Grips, den wir m Fahrerlager haben, Lösungen finden können."
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