Renault in Mexiko sensationell stark, doch Fahrer treten Euphorie-Bremse

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Renault in Mexiko sensationell stark, doch Fahrer treten Euphorie-Bremse
Autor: Heiko Stritzke
Co-Autor: Adam Cooper
26.10.2018, 23:37

Nach zweimal Platz drei wundert sich das Renault-Team verwundert die Augen - Doch niemand erwartet hier, Ferrari und Mercedes im Qualifying zu schlagen

"Überraschend gut." Mit diesen zwei Worten hat Carlos Sainz den Trainings-Freitag von Renault beim Großen Preis von Mexiko 2018 auf den Punkt gebracht. Allenfalls der Red-Bull-Vorsprung hatte ein ähnliches Überraschungsmoment an diesem Freitag im Autodromo Hermanos Rodriguez wie die Vorstellung des Renault-Werksteams. Der Spanier fuhr in beiden Freien Trainings auf die dritte Position, Nico Hülkenberg war mit den Plätzen vier und fünf jeweils knapp dahinter.

So lief der Trainings-Freitag in Mexiko-Stadt:

Doch beide Fahrer sind sich einig: So wird es nicht weitergehen. Weder Hülkenberg noch Sainz glauben, Ferrari und Mercedes im Qualifying hinter sich halten zu können. Viel mehr sind beide verwundert, wie die bisher so dominanten Teams der Formel-1-Saison 2018 dermaßen neben die Spur kommen konnten.

"Dieses Zeitentableau führt doch völlig in die Irre", sagt Sainz, der sein drittletztes Rennen für das Renault-Team bestreitet. "Wir liegen nur eine Zehntelsekunde vor Toro Rosso und Force India. Nur Ferrari und Mercedes sind im Nirgendwo. Das ist total merkwürdig - innerhalb von vier Tagen verlieren sie uns gegenüber zwei Sekunden und sind plötzlich auf einen Niveau mit uns. Sonst waren sie immer zwei Sekunden schneller. Ich bin Optimist und gebe immer mein Bestes, aber ich glaube, dass sie heute große Probleme hatten. Ich wäre überrascht, wenn wir vor ihnen landen."

Fotostrecke
Liste

23. Kevin Magnussen, Haas F1 Team VF-18

23. Kevin Magnussen, Haas F1 Team VF-18
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Foto: Jerry Andre / Sutton Images

22. Lando Norris, McLaren

22. Lando Norris, McLaren
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Foto: Zak Mauger / LAT Images

21. Fernando Alonso, McLaren MCL33

21. Fernando Alonso, McLaren MCL33
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Foto: Glenn Dunbar / LAT Images

20. Sergei Sirotkin, Williams FW41

20. Sergei Sirotkin, Williams FW41
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Foto: Manuel Goria / Sutton Images

19. Marcus Ericsson, Alfa Romeo Sauber C37

19. Marcus Ericsson, Alfa Romeo Sauber C37
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Foto: Mark Sutton / Sutton Images

18. Lance Stroll, Williams

18. Lance Stroll, Williams
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Foto: Andy Hone / LAT Images

17. Antonio Giovinazzi, Sauber C37

17. Antonio Giovinazzi, Sauber C37
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Foto: Simon Galloway / Sutton Images

16. Stoffel Vandoorne, McLaren

16. Stoffel Vandoorne, McLaren
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Foto: Andy Hone / LAT Images

15. Nicholas Latifi, Racing Point Force India VJM11

15. Nicholas Latifi, Racing Point Force India VJM11
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Foto: Manuel Goria / Sutton Images

14. Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13

14. Pierre Gasly, Scuderia Toro Rosso STR13
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Foto: Simon Galloway / Sutton Images

13. Charles Leclerc, Sauber C37

13. Charles Leclerc, Sauber C37
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Foto: Steven Tee / LAT Images

12. Romain Grosjean, Haas F1 Team

12. Romain Grosjean, Haas F1 Team
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Foto: Andy Hone / LAT Images

11. Esteban Ocon, Racing Point Force India VJM11

11. Esteban Ocon, Racing Point Force India VJM11
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Foto: Manuel Goria / Sutton Images

10. Sergio Perez, Racing Point Force India VJM11

10. Sergio Perez, Racing Point Force India VJM11
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Foto: Jerry Andre / Sutton Images

9. Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1

9. Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1
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Foto: Andy Hone / LAT Images

8. Kimi Räikkönen, Ferrari SF71H spins

8. Kimi Räikkönen, Ferrari SF71H spins
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Foto: Simon Galloway / Sutton Images

7. Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1

7. Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
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Foto: Zak Mauger / LAT Images

6. Brendon Hartley, Toro Rosso STR13

6. Brendon Hartley, Toro Rosso STR13
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Foto: Sam Bloxham / LAT Images

5. Nico Hülkenberg, Renault Sport F1 Team

5. Nico Hülkenberg, Renault Sport F1 Team
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Foto: Zak Mauger / LAT Images

4. Sebastian Vettel, Ferrari

4. Sebastian Vettel, Ferrari
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Foto: Andy Hone / LAT Images

3. Carlos Sainz Jr., Renault Sport F1 Team

3. Carlos Sainz Jr., Renault Sport F1 Team
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Foto: Zak Mauger / LAT Images

2. Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14

2. Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14
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Foto: Zak Mauger / LAT Images

1. Max Verstappen, Red Bull Racing

1. Max Verstappen, Red Bull Racing
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Foto: Andy Hone / LAT Images

Balance passt noch nicht ganz

Auch Hülkenberg warnt eindringlich davor, in Euphorie zu verfallen: "Es ist Freitag, das sollte man nicht überbewerten. Das kennt man aus der Vergangenheit: Man kann einen ganz anderen Samstag und Sonntag haben." Auch ist es nicht so, dass der Renault R.S. 18 plötzlich wie auf Schienen fährt. "Irgendwie passt es ganz gut mit dem Auto und der Strecke, aber es fühlt sich im Auto nicht wirklich schön an. Aber die Zeiten sehen ordentlich aus."

 

Sainz stößt ins selbe Horn. "Unser Auto hat sich heute noch nicht perfekt angefühlt", so der 24-Jährige. "Aber in Mexiko fühlt sich das Auto irgendwie immer seltsam an. Man hat immer das Gefühl, dass man noch eine Sekunde schneller fahren könnte, wenn man nur mehr Stabilität ins Auto bekommt."

Ein Nachteil für Renault an diesem Wochenende: Pirelli hat die weichsten zur Verfügung stehenden Mischungen angekarrt. Und der Renault gilt nicht gerade als reifenschonendes Fahrzeug. Sainz stört sich nicht daran: "Selbst mit gutem Reifenmanagement lassen sich hier vielleicht zwei Runden mehr aus dem Hypersoft rausholen. Der ist lediglich gut für fünf bis zehn Runden. Es stimmt aber, dass der er auf eine Runde bei uns richtig gut funktioniert. Er verleiht unserem Auto die Stabilität und den mechanischen Grip, den es sonst nicht hat. Damit sind wir auf eine Runde schneller."

 

Aber wie schnell? Hülkenberg will sich keine konkreten Ziele setzen: "Wir wollen einfach nur unser Maximum erzielen und das Beste aus dem Paket holen. Das ist unser Ziel. Ich glaube kaum, dass wir mit Ferrari und Mercedes mithalten können. Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, nachdem der Rückstand auf sie sonst so groß gewesen ist."

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