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Renault mit beiden Fahrern in den Top 5: Ausreißer oder neuer Trend?

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Renault mit beiden Fahrern in den Top 5: Ausreißer oder neuer Trend?
Autor:
08.09.2019, 16:34

Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg punkten in Monza ordentlich für Renault - McLaren bleibt die Zielsetzung und an Optimismus fehlt es nicht

Für Renault hat sich das Formel-1-Wochenende im Königlichen Park von Monza gelohnt. Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg gingen beim Grand Prix von Italien gemeinsam aus der dritten Startreihe ins Rennen. Ins Ziel gekommen sind sie auf den Plätzen vier und fünf. Damit hat Renault satte 22 WM-Punkte eingefahren und den Rückstand auf den vierten Platz in der Konstrukteurswertung (McLaren) auf 18 Zähler verkürzt.

Ricciardo lag nur in der Anfangsphase einmal kurz hinter Hülkenberg. Ansonsten verbrachte der Australier den Großteil der 53 Runden vor seinem Teamkollegen. "Seit Kanada hatten wir es nicht mehr geschafft, das Maximum aus einem Rennen herauszuholen", merkt Ricciardo an und nennt das virtuelle Safety-Car in Monza [zweimal kurz hintereinander für Defekte bei Carlos Sainz und Daniil Kwjat] als Grund dafür, "dass wir gegen Ende einen ordentlichen Puffer hatten".

Ricciardo bedankt sich bei Vettel für Fehler

"Ungeachtet dessen glaube ich aber, dass wir heute ohnehin auf den vierten Platz hatten fahren können. Seb hat uns dabei natürlich ein bisschen geholfen, aber als ich einmal Vierter war, war ich auch schnell genug", spricht Ricciardo auf den Dreher von Sebastian Vettel an.

Der Ferrari-Pilot war als Vierter vor den beiden Renault gestartet, fiel zunächst hinter Hülkenberg zurück, überholte diesen wieder, drehte sich dann aber an vierter Stelle liegend. Nach anschließender Zehn-Sekunden-Strafe für Kollision mit Lance Stroll kam Vettel nur auf P13 ins Ziel.

Hülkenberg im Duell mit Ricciardo ohne Chance

Ricciardos Teamkollege Hülkenberg spricht nach Platz fünf von einem "gar nicht schlechten Wochenende", das er wie folgt einordnet: "Ich glaube, das ist eines der besten Ergebnisse seit ich für dieses Team fahre. Wir können zufrieden sein, denn nach einem überwiegend sehr schwierigen Jahr ist das jetzt eine Erleichterung."

Im teaminternen Zweikampf in der Anfangsphase, den Ricciardo für sich entschied, waren Hülkenberg die Hände gebunden, wie er sagt: "Die erste Runde war gut. Da habe ich direkt zwei Positionen gewonnen, indem ich in Kurve 4 [Roggia-Schikane] an Daniel und Seb vorbeikam. Dann aber hat mich Daniel mit DRS wieder überholt. Ich konnte nicht viel tun. Er war im ersten Stint ein bisschen schneller als ich."

Prost: "Endlich hat mal alles gepasst"

"Im zweiten Stint fuhr ich dann überwiegend allein und habe meine Reifen so gut es ging geschont", so Hülkenberg weiter. "Gegen Ende kam Albon etwas näher und ich musste mich auf ihn konzentrieren. Das war noch ein bisschen Druck hinten raus, aber ich hatte es im Griff." Der angesprochene Red-Bull-Pilot Alexander Albon kam schließlich mit 1,150 Sekunden Rückstand auf Hülkenberg als Sechster ins Ziel.

Alain Prost

Renault-Berater Alain Prost blickt zufrieden auf das Italien-Wochenende

Foto: circuitpics.de

Alain Prost fasst in seiner Funktion als Renault-Berater zufrieden zusammen: "Wir fuhren heute direkt hinter den Top-Autos. Dieses Ergebnis auch ins Ziel zu bringen, war für Nico ein bisschen schwieriger. Trotzdem hat auch er gute Arbeit geleistet und sich am Ende vor dem Red Bull gehalten."

"Das war endlich mal ein Wochenende, an dem alles gepasst hat. Wir hatten keine Probleme und Daniel hätte im Rennen sogar noch schneller fahren können. Wir sind zufrieden. Das hat das Team verdient", so Prost.

Ausreißer oder Trend für die kommenden Rennen?

Bleibt die Frage, ob Renault den Schwung der doppelten Top-5-Platzierung nutzen kann, um auch bei den kommenden Rennen stark aufzutreten? Oder aber wird Monza aufgrund der ganz eigenen Charakteristik ein einzelner Ausreißer nach vorn für die Gelben bleiben? Hülkenberg, der das Team zum Saisonende verlassen muss, glaubt daran, den Schwung noch eine Weile halten zu können.

"Dieses Ergebnis, dieses Wochenende, gibt uns positive Energie. Das ist immer hilfreich, ganz besonders nach dem Jahr, das wir bislang hatten", so der Deutsche, der in der Fahrer-WM nun an den Top 10 kratzt. Teamkollege Ricciardo ist als Achter punktgleich mit Albon. Beide haben aber nur drei Zähler Vorsprung auf Hülkenberg. Im engen Mittelfeld der Tabelle liegt auch Daniil Kwjat noch vor Hülkenberg, der wiederum punktgleich mit Kimi Räikkönen ist. Somit liegen fünf Fahrer innerhalb von nur drei Punkten.

Dank Updates in der WM noch an McLaren vorbei?

"Was die weiteren Rennen angeht, erwarten wir noch ein paar Updates", gibt sich Hülkenberg hoffnungsvoll und will wie das gesamte Team "in diesem Stil weitermachen". Dass man die Pace bislang mit Ausnahme von Monza nur selten in zählbare Ergebnisse hat ummünzen können, erklärt der Deutsche so: "Wir haben einfach immer wieder Fehler gemacht."

"Manchmal hatten wir Probleme mit der Zuverlässigkeit und manchmal gab es Strafen. Wenn man nicht aus der Spitzengruppe startet und nicht die nötige 'Track Position' hat, dann wird es halt schwierig. Manchmal waren wir auch einfach nicht schnell genug", sagt Hülkenberg.

Cyril Abiteboul

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul sieht McLaren absolut noch in Reichweite

Foto: LAT

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul jedenfalls hält den Rückstand von 18 Punkten auf McLaren für aufholbar: "Unser Ziel bleibt der vierte Platz in der WM. Wir haben noch sieben Rennen vor uns. Es ist absolut machbar, dass wir im Schnitt jedes Mal drei Punkte mehr holen als sie."

"Klar, es wird Strecken geben, auf denen sie schneller sind als wir. Es wird aber auch Strecken geben, auf den wir schneller sind als sie. Wichtig ist, dass wir tatsächlich auch die Punkte mitnehmen, wenn wir schneller sind. Das ist uns bisher, mit Ausnahme von heute, nicht gelungen. Wir können es aber schaffen", so der Renault-Teamchef.

Mit Bildmaterial von LAT.

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