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Renault: Probleme erfordern "umfangreiche Änderungen" am Auto

Bei Renault hat man die größte Schwachstelle am R.S.19 mittlerweile ausgemacht - Es könnte allerdings bis zur Saison 2020 dauern, diese auch nachhaltig zu beheben

Renault: Probleme erfordern "umfangreiche Änderungen" am Auto

Die Formel-1-Saison 2019 war für Renault bislang eine ziemliche Achterbahnfahrt. Während des Team teilweise an der Spitze des Mittelfeldes zu finden war, war man an anderen Wochenenden weit weg von der Musik beziehungsweise den Punkterängen. Laut Teamchef Cyril Abiteboul hat man die Probleme am R.S.19 mittlerweile ausgemacht. Es könnte allerdings einige Zeit dauern, diese auch zu beheben.

"Es ist ziemlich klar, wo wir konkurrenzfähig sind, und wo wir nicht konkurrenzfähig sind", erklärt Abiteboul gegenüber 'Motorsport-Total.com'. So sei man zuletzt zum Beispiel auf den Strecken in Silverstone, Montreal und Le Castellet gut gewesen. Ein Totalausfall war dagegen das Rennen in Österreich, wo man komplett ohne Punkte blieb. Woher kommen diese großen Schwankungen also?

"Geraden, langsame Kurven, schnelle Kurven - das ist alles ganz okay", fasst Abiteboul zusammen. Schwierigkeiten habe man einzig in den langen, mittelschnellen Kurven - dafür dort aber umso schlimmer. In Österreich sei man beispielsweise "kompletter Passagier der Situation" gewesen und habe große Probleme mit der Balance des Autos gehabt.

Ganz anders lief es in Silverstone, wo man im Qualifying im ersten Sektor laut Abiteboul zu den schnellsten Autos überhaupt zählte. "Die schlechte Nachricht ist, dass es eindeutig eine Schwäche ist, die uns auf einigen Strecke eine Menge Rundenzeiten kosten kann - wie in Österreich. Die gute [Nachricht] ist, dass das Problem identifiziert und verstanden wurde", gibt er sich zuversichtlich.

In Enstone suche man jetzt nach "kurz- und langfristigen" Lösungen für das Problem. Doch Abiteboul warnt bereits jetzt, dass sich nicht alles kurzfristig beheben lassen wird. "Wir verstehen die Probleme, sie sind offensichtlich", stellt er klar. Allerdings werde es "große Veränderungen am Auto" brauchen, um diese auch in den Griff zu bekommen - und dementsprechend auch "etwas Zeit".

"Wenn wir unsere Probleme wirklich beheben möchten, dann müssen wir umfangreiche Änderungen durchführen", erklärt der Teamchef. Denn man wolle nichts "überstürzen" und möglicherweise Dinge ans Auto bringen, die am Ende gar nicht funktionieren. Stattdessen kündigt Abiteboul einen langfristigen Plan "inklusive des kommenden Jahres" an.

Denn alles, was man 2019 lernt, wird aufgrund des stabilen Reglements auch 2020 hilfreich sein. Spätestens dann sollen die großen Schwachstellen des Autos ausgebügelt sein. "In der Zwischenzeit werden wir in gewissen Kurventypen Probleme haben", weiß Abiteboul. In der WM ist Renault im Kampf um Rang vier bereits 21 Punkte hinter Kundenteam McLaren zurückgefallen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber Ruben Zimmermann