Renault: Wir schauen in der Formel 1, was die anderen machen

Bei Renault glaubt man, dass man beim Verständnis der Formel-1-Reifen von 2017 hinter der Konkurrenz hinterher hinkt und, dass das eine entscheidende Auswirkung auf das Renntempo hat.

Beim Grand Prix von Bahrain schafften es im Qualifying sowohl Nico Hülkenberg als auch Jolyon Palmer unter die Top 10. Im Rennen holte der Deutsche als 9. dann auch die ersten WM-Punkte 2017 für Renault, Palmer fiel von Startplatz 10 jedoch auf Rang 13 zurück.

Renault-Geschäftsführer Cyril Abiteboul sieht die Pace seiner Autos auf einer Runde als sehr positiv, was den Renntrimm betrifft, müsse man jedoch noch auf die Konkurrenz aufholen, sagte er gegenüber Motorsport.com.

"Im Qualifying können wir fast um Position 4 in der Teamwertung mitkämpfen. Wir sind sehr nahe an Williams, im Rennen ist die Situation aber anders. Daran müssen wir arbeiten", erklärte er.

"Das Management der Reifentemperatur, besonders auf der Hinterachse, ist immer noch eine Herausforderung für uns. Auf diesem Gebiet sind wir noch nicht so weit, wie wir sein sollten. Da müssen wir noch aufholen."

"Wir beobachten, was die anderen Teams in der Startaufstellung machen und das zeigt uns in etwa die Richtung an, in die wir gehen sollten."

Aufgrund der neuen Aerodynamikregeln konnte Renault mit dem Chassis einen Schritt nach vorne machen, Abiteboul glaubt aber, dass die mangelnde Weiterentwicklung zu Zeiten, als das Team unter dem Namen Lotus fuhr, immer noch Nachwirkungen hat.

"Wir zahlen noch immer überall dafür", sagte er. "Wir sind dabei, alles wiederaufzubauen. Unter den früheren Besitzern gab es eine Entwicklungspause von etwa 18 Monaten."

"Auf diesem Gebiet ging es sehr schnell. Wir haben Glück, dass es beim Abtrieb einen Neustart gab. Daher sehen wir jetzt viel besser aus als letztes Jahr."

"Beim Management der Reifentemperatur gab es noch keinen Neustart und die ist wichtiger denn je. Auf diesem Gebiet zahlen wir noch. Das Team hat an das, was gemacht wurde, den Anschluss verloren."

Abiteboul hofft aber, dass Renault durch die Restrukturierung, die Pete Machin einschließt, der seinen Job als Aerodynamikchef im Juli antritt, antworten kann.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir Positives sehen können", sagte er. "Wir haben eine Gruppe, die zusammenwächst. Bald werden wir einen neuen Aerodynamikchef haben."

"Die Aerodynamikleute sind in die Entwicklung dessen, was außerhalb vor sich geht, ebenso eingebunden, wie in das Temperaturmanagement."

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