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Ricciardo: Mit Tiefs bei Renault gerechnet, aber nicht mit solchen ...

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Ricciardo: Mit Tiefs bei Renault gerechnet, aber nicht mit solchen ...
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
23.12.2019, 09:21

Daniel Ricciardo hatte Rückschläge nach seinem Wechsel zu Renault einkalkuliert, doch Kämpfe um Rang 14 haben ihn dann doch negativ überrascht

Nach seinem Wechsel von Red Bull zu Renault war Daniel Ricciardo klar, dass er 2019 kleiner Brötchen backen muss, doch dass die Franzosen teilweise nicht einmal um Top-10-Positionen kämpfen konnten, hat ihn dann doch überrascht und schockiert, wie er sagt.

"Ich habe Tiefs erwartet, denn in jedem Team erwartest du einige Tiefschläge", sagt Ricciardo. Es komme eben auf die Relation an. Während für Mercedes schon ein vierter Platz ein Rückschlag sei, liegt die Messlatte für Renault noch ein Stück drunter. "Aber bei unseren Tiefs mussten wir uns schon manchmal am Kopf kratzen", sagt Ricciardo. "So tief hätten wir eigentlich nicht sein sollen."

"Wir würden nicht bei jedem Rennen ein Top-5-Auto haben, aber dass wir auf Platz 14 oder so rumfahren, das hatten wir eigentlich hinter uns gelassen, dachten wir", so der Australier. Doch einige Male fand sich der Rennstall im hinteren Mittelfeld wieder, obwohl man eigentlich bestes Team hinter den Top 3 sein wollte - auch das Ziel hat man deutlich verfehlt.

Doch Ricciardo war beeindruckt davon, wie Renault mit der Schwächephase umgegangen ist. Man habe nicht aufgesteckt und sich demotivieren lassen, sondern umso intensiver gearbeitet.

Er selbst habe in dieser Saison auch einiges gelernt. "Das Wichtigste ist zu verstehen, wie man perfekt ist. Es ist einfach, das Auto zu überfahren, indem man versucht, das letzte Extrazehntel herauszuholen, aber dabei ein Zehntel verliert", sagt er. "Man sollte versuchen, ruhig zu bleiben."

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"Du versuchst immer, das Beste aus dem Auto herauszuholen, aber du solltest dir etwas mehr bewusst sein, was das bisschen Überfahren anrichtet." Ricciardo musste sich erst wieder daran herantasten, dass die Autos im Mittelfeld nicht so gut wie an der Spitze sind. "Wenn du dann rutschst, verlierst du mehr Zeit und überhitzt die Reifen mehr und scheinst einen höheren Preis zu zahlen."

Doch das Jahr hat ihm in dieser Hinsicht etwas Disziplin gelehrt - mehr als alles andere. "Auf lange und auf kurze Sicht versuchst du immer so schnell wie möglich zu fahren. Aber du musst dir deinen Moment heraussuchen", so Ricciardo.

2020 bleibt der Australier bei Renault. Sein neuer Teamkollege wird dann Esteban Ocon sein.

Weitere Co-Autoren: Scott Mitchell. Mit Bildmaterial von LAT.

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