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Ricciardo packt aus: Warum die Formel 1 oft "richtig weh tut"

Daniel Ricciardo spricht offen wie nie über die harten Momente seiner Karriere - Der Australier erklärt warum Siege in der Formel 1 so selten und rar sind

Ricciardo packt aus: Warum die Formel 1 oft "richtig weh tut"

Daniel Ricciardo spricht offen über die Höhen und Tiefen der Formel 1

Foto: LAT Images

Der ehemalige Formel-1-Pilot Daniel Ricciardo hat einen tiefen Einblick in das emotionale Auf und Ab der Königsklasse gegeben und dabei klargestellt, dass es im Grand-Prix-Zirkus "viele Tage gibt, die richtig weh tun".

Der langjährige Red-Bull-Pilot beendete seine Karriere nach dem Großen Preis von Singapur 2024, als er bei Racing Bulls vorzeitig gehen musste. In 14 Saisons sicherte sich der Australier bei über 250 Starts insgesamt acht Grand-Prix-Siege und 32 Podestplätze.

"Ich zögere immer ein wenig, über die Enttäuschungen, die Tiefpunkte oder die harten Tage zu sprechen, weil die Leute viel von dem Guten sehen - und ja, man bekommt auch viel zurück", erklärte Ricciardo im Gespräch mit Ford-Geschäftsführer Jim Farley.

"Was hochsteigt, muss auch wieder runterkommen"

"Ich möchte das gar nicht abtun. Aber was hochsteigt, muss auch wieder runterkommen. Und es gibt viele Tage, die weh tun. Es gibt viele Tage, an denen man frustriert ist und an denen so vieles außerhalb der eigenen Kontrolle liegt."

Ricciardo, der für seine Selbstreflexion bekannt ist, ergänzt: "Ich übernehme die Verantwortung, wann immer ich kann, aber es gibt Tage, die tun einfach nur weh und sind beschissen. Ich war einer der Glücklichen. Ich konnte Rennen in der Formel 1 gewinnen. Ich habe acht Siege gefeiert, bin aber über 250 Mal gestartet. Ich weiß nicht, wie viel Prozent das am Ende sind, aber es ist eine ziemlich geringe Erfolgsquote."

Der Australier fügt hinzu: "Die wirklich guten Tage sind also rar gesät, aber es hat etwas an sich, das einen immer wieder zurückkommen lässt. Und ich glaube, es macht die Höhepunkte noch intensiver, weil man eben nicht jeden Tag gewinnt."

Das Gefühl eines Sieges: "Wie eine Superkraft"

Während er offen über die Tiefschläge sprach, beleuchtete Ricciardo auch das Hochgefühl eines Grand-Prix-Sieges - den Moment, in dem man der Beste der Welt ist.

Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo bei Ford: Nach der Formel 1 war für ihn Schluss

Foto: Ford

"Ich werde nicht lügen: Es fühlt sich mächtig an. Es ist eine seltsame Sache. Es ist eine seltsame Macht, die man da besitzt", so Ricciardo weiter. "Es ist in diesem speziellen Moment wie eine Superkraft. Wie du schon sagtest: An diesem Tag warst du in einer ganz bestimmten Sache der Beste auf der ganzen Welt. Und das ist gewaltig."

"Man ist erfüllt von diesem Rausch, diesem Stolz und dieser Art von allmächtiger Stärke. Aber gleichzeitig ist es so: So hoch das Hoch auch ist, es erdet dich auch extrem." Nach seinem Abschied aus dem Formel-1-Cockpit ist Daniel Ricciardo mittlerweile als globaler Botschafter für Ford Racing tätig.

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