Ricciardo rätselt weiter: "Kann keine Sekunde aus dem Auto holen"

Daniel Ricciardo war in Spielberg wieder einmal deutlich langsamer als Teamkollege Lando Norris und weiß, dass er die Zeit niemals hätte fahren können

Ricciardo rätselt weiter: "Kann keine Sekunde aus dem Auto holen"

Daniel Ricciardo rätselt weiter: Wieso verliert er so viel Zeit auf Teamkollege Lando Norris? Die beiden McLaren-Piloten zeigten im Qualifying von Spielberg wieder einmal unterschiedliche Leistungen: Während Norris mit Platz zwei die große Überraschung war, war für Ricciardo als 13. wieder einmal in Q2 Schluss.

Zunächst einmal der Blick auf den Australier: "Meine Runde in Q2 war nicht perfekt. Ich habe einen kleinen Fehler in Kurve 4 gemacht", sagt er. Allerdings glaubt er nicht, dass Q3 auch ohne Fehler möglich gewesen wäre. "Vielleicht war eine Zehntel drin", so Ricciardo. Für Q3 hätte er jedoch mehr als eineinhalb Zehntelsekunden finden müssen.

Die wieder einmal schlechte Pace hatte sich schon angedeutet: "Q1 fühlte sich ziemlich gut an, und trotzdem bin ich gerade so durchgekommen", sagt er. Der McLaren-Pilot hatte Q1 gerade einmal als 15. überstanden. "Das war schon eine Sorge, weil ich mich im Auto wohlgefühlt habe - und trotzdem war die Rundenzeit nicht da."

Dass ihm auf so einer kurzen Runde wie dem Red-Bull-Ring so viel Zeit auf die direkte Konkurrenz fehlt, ist für ihn nur schwer zu verstehen. "Ich habe das Gefühl, dass ich das Auto pushe und am Limit fahre. Und trotzdem spiegelt sich das im Moment nicht in Rundenzeit wider."

Dass sein Teamkollege Norris mit dem McLaren auf Rang zwei fahren konnte, sorgt bei Ricciardo für gemischte Gefühle. Einerseits sei es zwar ermutigend, dass das Auto zu solchen Leistungen imstande ist, "aber ich kann keine Sekunde aus meinem Auto holen. Keine Chance", sagt er. "Ich bin 1:04,7 gefahren, er 1:03,7. Ich gratuliere ihm, aber ich weiß nicht, wie ich die Rundenzeit holen soll."

Hilfe von seinem Stallgefährten kann er diesbezüglich nicht erwarten, denn um Rat fragen, wird er den Briten nicht: "Das machen Fahrer nicht. Jeder für sich", winkt Ricciardo ab. Trotzdem schaut er sich von Norris etwas ab und nutzt etwa ein ähnliches Set-up wie dieser.

"Wenn es so ein Defizit gibt, dann möchtest du nicht zu clever sein und dich auch nicht zu weit von der Benchmark entfernen", sagt er. "Daher ist es ähnlich und ich weiß nicht, wo ich die Rundenzeit finden soll."

Und obwohl Ricciardos Rätselraten schon einige Wochen so geht, möchte er sich davon nicht unterkriegen lassen. Nach seinem Befinden gefragt, antwortet er: "Es war schon einmal besser, aber es ist okay."

"Ich werde mich von dem Sport definitiv nicht runterziehen lassen, sonst kommt das immer wieder", so der Australier. "Ich fühle mich gut. Ich weiß aber nicht, ob das positiv oder negativ ist, weil die Rundenzeit immer noch weit weg ist. Ich bin mir nicht sicher, was die Antworten heute sind."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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