Formel 1
Formel 1
18 Apr.
Rennen in
42 Tagen
R
Portimao
02 Mai
Rennen in
56 Tagen
09 Mai
Nächstes Event in
59 Tagen
06 Juni
Rennen in
91 Tagen
13 Juni
Rennen in
98 Tagen
R
Le Castellet
27 Juni
Rennen in
112 Tagen
04 Juli
Nächstes Event in
115 Tagen
01 Aug.
Rennen in
147 Tagen
29 Aug.
Rennen in
175 Tagen
12 Sept.
Rennen in
189 Tagen
26 Sept.
Rennen in
203 Tagen
03 Okt.
Nächstes Event in
206 Tagen
10 Okt.
Rennen in
217 Tagen
24 Okt.
Rennen in
231 Tagen
R
Mexiko-Stadt
31 Okt.
Rennen in
238 Tagen
R
Sao Paulo
07 Nov.
Rennen in
245 Tagen
12 Dez.
Rennen in
280 Tagen
Details anzeigen:

Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven ..."

In Sotschi trug Daniel Ricciardo einen Mundschutz mit klarer Botschaft - Am Anfang fiel es ihm jedoch schwer, sich im Kampf gegen Rassismus öffentlich zu positionieren

Ricciardo über Rassismus: "Die fünf Prozent sind's, die nerven ..."

Beim Engagement im Kampf gegen Rassismus tun sich Formel 1 und Fahrer seit Saisonbeginn schwer, eine einheitliche Linie zu finden. Zuletzt löste Lewis Hamilton eine Kontroverse aus, weil er auf dem Podium in Mugello ein Breonna-Taylor-T-Shirt trug. Das veranlasste die FIA, eine neue und strengere Richtlinie herauszugeben.

Renault-Pilot Daniel Ricciardo setzte am Rennwochenende in Sotschi mit einem Mundschutz und der Aufschrift "Equality" ein Statement. "Ich halte das nicht für zu offensiv oder zu stark", erklärt der Australier, der sich durchaus bewusst ist, dass nicht alle noch so gut gemeinten Botschaften nach außen gut ankommen, gerade in Zeiten von Instagram, Facebook & Co.

"Ich versuche, nicht zu viel davon zu lesen, denn, ja, man bekommt vielleicht 95 Prozent positives Feedback, aber es reicht schon, wenn die restlichen fünf Prozent dich deswegen nerven. Und die werden immer da sein. Du wirst nie die hundertprozentige Zustimmung haben. Die gibt es leider nicht", hält der 31-Jährige fest.

Gleichzeitig gesteht Ricciardo, dass es ihn persönlich gerade zu Beginn einige Überwindung gekostet hat, über das Thema Rassismus offen zu sprechen: "Über 'Black Lives Matter' zu reden, überhaupt einen Schwarzen als Schwarzen zu bezeichnen, diese Dinge laut auszusprechen ... Sicherlich war das mit etwas Unbehagen verbunden."

"Ich habe mich Anfang dieses Jahres nicht sehr wohl dabei gefühlt, darüber zu sprechen - also über Dinge zu sprechen, über die ich noch nie zuvor öffentlich gesprochen habe, sei es über Rassismus, sei es über geistige Gesundheit oder über eins dieser Themen", erklärt der Renault-Pilot. "Es ist ein bisschen beängstigend."

Und man müsse eben auch darauf vorbereitet sein, dafür Kritik zu ernten oder zumindest nicht nur positives Feedback zu bekommen. "Aber noch einmal: Ich denke, wenn es etwas ist, das einem sehr am Herzen liegt und an das man glaubt, dann sehe ich keinen Grund, warum man nicht darüber sprechen sollte", betont der Australier.

Gerade beim Thema Rassismus habe sich gezeigt, dass ein großer Teil des Problems darin besteht, dass geschwiegen wird: "Und dass die Leute sich zu wohl damit fühlen, still zu bleiben", sagt Ricciardo. "Ich denke, genau darum geht es. Man muss sie ermutigen, ihre Stimmen zu erheben und sich Gehör zu verschaffen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Mika Häkkinen: Deswegen war sein erster Sieg in Jerez 1997 so wichtig

Vorheriger Artikel

Mika Häkkinen: Deswegen war sein erster Sieg in Jerez 1997 so wichtig

Nächster Artikel

Nach Honda-Ausstieg: Schmeißt jetzt auch Red Bull hin?

Nach Honda-Ausstieg: Schmeißt jetzt auch Red Bull hin?
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Sotschi
Fahrer Daniel Ricciardo
Teams Renault F1 Team
Urheber Juliane Ziegengeist