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Romain Grosjean: "Haben aus 2019 viel gelernt"

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Romain Grosjean: "Haben aus 2019 viel gelernt"
Autor:
Co-Autor: Basile Davoine
03.02.2020, 12:44

Romain Grosjean blickt im exklusiven Interview auf die Lage von Haas vor der Formel-1-Saison 2020 - Über Korrelationsprobleme und "schreckliche" Reifen

Haas ist eines von zwei Teams, das den neuen Boliden erst am ersten Testtag präsentieren wird. Romain Grosjean hat im Interview mit 'Motorsport.com' über die Zahlen des Windkanals und seine Erwartungen vom VF-20 gesprochen. "Wir haben sehr viel aus dem Vorjahr gelernt", betont er.

2019 ist als Tiefpunkt in die kurze Teamgeschichte der US-Amerikaner eingegangen. Nach erfreulichen Fortschritten 2018 schafften es Grosjean und Kevin Magnussen im Jahr darauf nicht, die Performance zu halten. Die Fahrer beklagten vor allem im Rennen ein unberechenbares Auto.

Trotz seiner bescheidenen Leistungen konnte sich Grosjean eine Vertragsverlängerung bei Haas sichern. "Ich habe keinen Sinn darin gesehen, das Team zu wechseln, weil die ganze Arbeit hier schon gemacht wurde. Ja, es gab ein paar Spannungen mit Kevin auf der Strecke. Wir waren zum Glück nicht die Einzigen!" Mit Magnussen geriet er mehrmals aneinander. Die Folgen dieser Kollisionen seien "unglücklich" gewesen.

"Ich wusste sofort, dass etwas nicht stimmt"

Große Probleme mit den Reifen und ein Verwirrspiel in der aerodynamischen Entwicklung sorgten schließlich für WM-Rang neun. 2020 will die Mannschaft von Gene Haas und Teamchef Güther Steiner zurückschlagen. "Wir haben alle Zahlen aus dem Windkanal. Die einzige Antwort werden wir aber nur auf der Strecke erhalten."

Die Enthüllung am Morgen des ersten Testtages beunruhigt Grosjean nicht: "Wir machen keine Präsentation, sondern enthüllen das Auto einfach. Wir konzentrieren uns auf das Wesentliche und wollen so schnell wie möglich das Beste aus dem Auto herausholen." Laut seinen Informationen werde der Renner rechtzeitig fertig.

Im Vorjahr sah Haas noch bei den Barcelona-Testfahrten wie ein vielversprechender Kandidat im Mittelfeld aus. Doch spätestens beim Grand Prix in Spanien bemerkte Grosjean ein Problem. "Als wir die Weiterentwicklung in Barcelona gebracht haben, wusste ich sofort, das etwas nicht stimmt."

In Frankreich habe er seinem Team erklärt, dass man sich nicht auf die Reifen konzentrieren soll, denn das sei gar nicht das ursprüngliche Problem. Sondern: "Ein Korrelationsproblem zwischen Windkanal und Rennstrecke." Der Routinier ist froh, dass sein Team auf diese Schwierigkeiten aufmerksam wurde.

"Klar ist: Hätten wir das in Barcelona nicht gemerkt, hätten sie in dieselbe Richtung weiterentwickelt." Das wiederum hätte sich auch auf den neuen Boliden in diesem Jahr ausgewirkt. Er ist froh, dass die Saison 2019 hinter ihm liegt, auch weil das Auto seinem Fahrstil nicht entgegengekommen ist.

"Jetzt versuchen wir zu verstehen, wo die Probleme bei der Korrelation gelegen haben. Warum das passiert ist und was andere anders gemacht haben." In Barcelona wird die Stunde der Wahrheit für das Haas-Team schlagen. Allerdings wurden die Testfahrten auf sechs Tage verkürzt.

Grosjeans Ziel: "2019 vergessen, an 2018 anknüpfen"

"Das wird ein großer Unterschied sein." Schlechtes Wetter oder technische Probleme könnten sich demnach noch gröber auf die Entwicklung auswirken. "Im Vorjahr hatten wir viele elektronische Probleme. Wir konnten an Vormittagen oft nicht rausfahren, das können wir uns jetzt nicht leisten. Wir müssen ein funktionierendes Auto haben."

Die Reifen waren für Haas ebenso ein Rätsel. Dass Pirelli nun auch in der bevorstehenden Saison die 2019er-Generation liefern wird, sei aber kein Nachteil, glaubt Grosjean. "Das macht keinen Unterschied. Ehrlich gesagt, denke ich, dass wir ein gutes Verständnis für die Reifen haben", hält er entgegen.

"Wir haben oft versucht, sie ins Arbeitsfenster zu bringen. Das Auto hat aber einfach nicht funktioniert. Die 2020er-Reifen waren so schlecht, dass wir keine Wahl hatten." Nachdem die Teams die Reifen probeweise im Freien Training in Austin und beim Test in Abu Dhabi fahren durften, lehnten sie die neuen Gummis ab. "Die waren schrecklich. Alle zehn Teams haben dafür gestimmt, die 2019er-Reifen zu behalten."

Sein Ziel für die Saison 2020 steht fest: "Es ist klar, dass wir dort weitermachen wollen, was wir schon 2018 gemacht haben und 2019 ein wenig vergessen werden. Wir wollen darum kämpfen, das beste Mittelfeldteam zu sein." Dagegen haben jedoch eine Konkurrenten etwas: McLaren zum Beispiel.

"Die haben große Fortschritte gemacht. Die werden schwierig zu schlagen sein. Renault mal sehen. Wir wissen auch, dass Racing Point in diesem Jahr besser vorbereitet sein wird. AlphaTauri macht einen guten Job mit der Red-Bull-Partnerschaft. Auch Alfa Romeo kann gut sein." Keine einfache Aufgabe also.

Mit Bildmaterial von LAT.

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