Registrieren

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Motorsport Prime

Premium-Inhalte entdecken
Registrieren

Edition

Deutschland

Rosberg verrät über Hamilton-Crash: "Musste 360.000 Pfund zahlen"

Die Eskalation des Stallduells zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton hatte weitreichende Konsequenzen: Mercedes bat seine Stars nach Crash zur Kasse

Rosberg verrät über Hamilton-Crash: "Musste 360.000 Pfund zahlen"

Wenn es ums Geld geht, ist mit Schwaben bekanntlich weniger zu spaßen. Diese bittere Erfahrung musste auch Ex-Weltmeister Nico Rosberg nach einem seiner teaminternen Crashs mit Teamkollege Lewis Hamilton bei seinem Arbeitgeber Mercedes machen:

"Weil Lewis und ich gecrasht sind, ließ das Team uns schließlich für den Schaden bezahlen", verrät Rosberg nun in einer neuen Folge des Podcasts Business of Sport.

Die beiden "Silberfeinde" lieferten sich von 2014 bis 2016 ein erbittertes Duell um die WM, gerieten dabei mehrmals aneinander: Bereits bekannt war, dass Rosberg nach der Kollision mit Hamilton in Spa 2014 eine sechsstellige Summe berappen musste, die offenbar karitativen Zwecken zugutekam.

 

 

 

Mit dem sportlichen Erstarken des Deutschen zur Saison 2016 eskalierte das Teamduell dann allerdings richtig: Unvergessen der legendäre Crash in der Startrunde des Großen Preises von Spanien in Barcelona, der Max Verstappen nach dem frühen Aus beider Silberpfeile den ersten Grand-Prix-Sieg bescherte.

"Wir mussten einen Vertrag unterzeichnen, dass von nun an, wenn wir crashen und egal wessen Fehler es ist, wir für den Schaden aufkommen", berichtet Rosberg und verrät: "Ich erinnere mich, wie viel ich bezahlen musste: Das waren 360.000 Pfund (rund 420.000 Euro), die ich für einen dieser Unfälle hingeblättert habe. Das war sehr schmerzhaft."

Die Vertragsklausel bezog sich laut dem Weltmeister von 2016 explizit nur auf Unfälle zwischen den beiden Teamkollegen. Die Konsequenz: "Danach haben wir definitiv sichergestellt, dass wir nicht mehr kollidieren", räumt Rosberg ein, dass Mercedes' Anziehen der Daumenschrauben seine Wirkung nicht verfehlte.

 

Funkenflug: Auch in Spielberg fuhren sich Rosberg und Hamilton 2016 in die Kiste

Funkenflug: Auch in Spielberg fuhren sich Rosberg und Hamilton 2016 in die Kiste

Foto: Motorsport Images

Zwar präzisiert der Deutsche in seinen Erzählungen nicht, um welchen der Crashs mit Hamilton es sich bei der Anekdote genau handelt - der Kontext lässt aber auf die Kollision in der Schlussrunde des Österreich-Grand-Prix schließen, da dies einerseits der letzte Crash der Silberfeinde war, andererseits auch die öffentlich zur Schau gestellte Wut der Mercedes-Führungsetage auf ihre beiden Kampfhähne in Spielberg ein neues Level erreichte, lag der große Knall in Barcelona doch erst wenige Wochen zurück.

 

Erstes Gehalt tilgt Schadenssumme aus Formel 2

Für Rosberg indes war es beileibe nicht das erste Mal in seiner Karriere, dass er als Folge eines Unfalls eine große Geldsumme aus eigener Tasche berappen musste. In dem Podcast erzählt er auch, wie sein erstes richtiges Gehalt - für den Testfahrer-Job bei Williams - im zarten Alter von 19 Jahren lediglich dem Abbezahlen von Schulden diente.

"Sobald die 80.000 auf meinem Konto waren, waren sie auch schon wieder weg, weil mein Vater ein Darlehen aufgenommen hatte, um für einen Unfallschaden zu bezahlen, den ich damals in der Formel 2 verursacht habe", erinnert sich Rosberg: "Dort habe ich mein Auto gecrasht, den Frontflügel und die Frontpartie zerstört - und das hat 80.000 gekostet."

"Das Ziel war damals, dass wir mein Racing nicht selbst bezahlen müssen, sondern es durch Sponsoren finanzieren. Aber den großen Crash hat das natürlich nicht miteingeschlossen. Also mussten wir uns bei der Bank Geld leihen und das erste Gehalt floss direkt dorthin zurück, um das abzudecken", sagt der Deutsche.

Rosberg: Geld reicht auch noch für die Enkelkinder

Im Nachhinein sind die genannten Summen aber natürlich Peanuts im Vergleich zu dem, was Rosberg im Laufe der Jahre mit seiner erfolgreichen Karriere verdiente, vor allem in den Mercedes-Jahren an der Spitze. Zur Erinnerung: Noch im Sommer 2016 unterschrieb Rosberg am Rande des Ungarn-Grand-Prix einen neuen Zweijahresvertrag mit den Stuttgartern, der ihm in den beiden folgenden Saisons rund 100 Millionen Euro eingebracht hätte.

 

Ex-Weltmeister Rosberg ist mittlerweile als TV-Experte und Investor tätig

Ex-Weltmeister Rosberg ist mittlerweile als TV-Experte und Investor tätig

Foto: Motorsport Images

Auf diese stattliche Summe verzichtete der Deutsche mit seinem spontanen Rücktritt bei der FIA-Gala in Wien, wenige Tage nach dem Gewinn des WM-Pokals beim Saisonfinale in Abu Dhabi: "Ich hatte einen bestehenden Vertrag für zwei weitere Jahre und wenn ich einfach noch ein paar Jahre weitergefahren wäre, wären das locker 100 Millionen gewesen", bestätigt Rosberg.

 

Seine Entscheidung bereut er aber bis heute nicht: "Ich habe so großes Glück, dass ich so viel Geld mit meinem Sport verdient habe, dass dieses Geld in der Überlegung keine Rolle mehr gespielt hat. Weil ich wusste, dass ich mir mit dem, was ich verdient habe, sowieso alles erfüllen kann, auch noch meinen Kindern und Enkelkindern."

Mit Bildmaterial von LAT.

Vorheriger Artikel Andrea Stella lobt Lando Norris: "Das ist sein Verdienst"
Nächster Artikel Ferrari gibt HP als neuen Formel-1-Titelsponsor bekannt

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Motorsport Prime

Premium-Inhalte entdecken
Registrieren

Edition

Deutschland