Bottas-Crash und Strafversetzung: "Großer Rückschlag für das Selbstvertrauen"

Valtteri Bottas ist bei seiner schnellen Runde im Formel-1-Qualifying für den Grand Prix von Australien in die Mauer gekracht – Rosberg spricht von einem herben Rückschlag für den Finnen

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas hat sich beim Formel-1-Qualifying für den Grand Prix von Australien in seiner schnellen Runde gedreht und ist anschließend in die Mauer gekracht. Da der Finne im Q3 keine schnelle Runden fahren konnte, landete Bottas auf Platz zehn. Weil wegen des Crashs das Getriebe ausgewechselt werden muss, wurde ihm eine Startplatzstrafe von fünf Positionen auferlegt. Bottas startet also von Rang 15 aus ins Rennen. Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg glaubt, dass der Unfall große Auswirkungen auf die Leistung von Bottas haben könnte.

"Ich leide da wirklich mit", sagt Rosberg gegenüber 'RTL'. "Ich weiß genau wie es ihm geht, wenn man selber schuld ist, man mitten auf der Strecke steht und das Auto platt ist. Man weiß, dass das Wochenende gelaufen ist, wenn es morgen trocken ist." Die Chancen, auf dem Podium zu landen, seien jetzt verschwindend gering, meint der Deutsche. "Für das Selbstvertrauen ist das ein großer Rückschlag", fügt Rosberg hinzu. " Das Selbstvertrauen ist sehr wichtig, wenn es um Sekunden geht. Da muss man sich erst einmal wieder fangen. Das wird morgen nicht so einfach werden."

Doch was war eigentlich passiert? Bottas lässt den Unfall Revue passieren: "Ich bin okay. Es hat alles in meiner ersten schnellen Runde angefangen. Ich bin im Ausgang von Kurve 1 etwas zu weit herausgetragen worden. Ich war sehr überrascht, denn dieser Teil war wohl wegen des Regens noch etwas feucht. Ich habe die Kontrolle über das Heck verloren." Der Mercedes-Pilot habe versucht, das Auto zu fangen. Es sei jedoch alle "viel zu schnell passiert". Daher habe Bottas nichts machen können. Der Einschlag in die Mauer im Ausgang von Kurve 2 war die logische Konsequenz des Drehers.

 

Rosberg analysiert den Unfallhergang ähnlich und sagt, dass der erste Fehler schon "beim Anbremsen" passiert sei. Bottas habe "etwas zu spät gebremst" und sei deshalb "zu weit rausgekommen", so der Deutsche. "Er hat versucht, auf dem Pinsel zu bleiben und hat sich dann weggedreht." Den Unfall hat Bottas trotz des harten Aufpralls ohne jegliche Verletzungen überstanden.

Niki Lauda sieht die Schuld ebenfalls bei seinem eigenen Piloten: "Leider muss er darüber nachdenken, weil er auch dort vorne hätte sein können." Dass der Unfall Risse im Selbstvertrauen des Finnen hinterlassen wird, glaubt Lauda nicht: " Das wird ihn motivieren. Er hat alles richtig gemacht - bis auf eine Sache." Gegenüber 'RTL' sagt der Österreicher, dass es für Bottas eine "große Enttäuschung" sei. "Es war ein Fahrfehler", so Lauda weiter. " Er hat es in der ersten Runde zu aggressiv probiert. Das ist natürlich schlecht, sowohl für den Startplatz als auch für seine Moral. Das war kein guter Start."

Bildergalerie: Valtteri Bottas in Australien

Bottas will aber nicht aufgeben und brennt darauf, im Rennen an die Spitze zu fahren: "Wir werden morgen mit viel Kampfgeist in das Rennen gehen. Samstags geht es nicht um Punkte, aber Sonntag gilt es." Ziel sei es, so weit wie möglich "nach vorne" zu fahren. Das Team und auch Bottas würden dafür alles geben wollen. "Wir werden sehen, wo wir landen."

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung Melbourne
Unterveranstaltung Qualifying, Samstag
Rennstrecke Melbourne Grand Prix Circuit
Fahrer Nico Rosberg , Valtteri Bottas
Teams Mercedes
Artikelsorte News
Tags crash, f1, formel 1, grand prix von australien, melbourne, mercedes, qualifying, selbstvertrauen, unfall