Ross Brawn: Baku ein Vorgeschmack für die Sprint-Qualifyings

Ross Brawn erkennt im packenden Finale von Baku einen Vorgeschmack auf die Sprint-Qualifyings - Fernando Alonso und Pierre Gasly von Baku-Ende begeistert

Ross Brawn: Baku ein Vorgeschmack für die Sprint-Qualifyings

Der Zwei-Runden-Sprint am Ende des Großen Preises von Aserbaidschan in Baku bot beste Unterhaltung. Für Managing Director Ross Brawn war er ein Vorgeschmack darauf, was die Fans beim neuen Sprint-Qualifying erwarten dürfen, das im Juli in Silverstone erstmals ausgetragen wird.

"Es hat mich ermutigt, dass viele Kommentatoren gesagt haben, dass wir weitere zehn Runden dieser Action brauchen, die wir in den letzten zwei Runden in Aserbaidschan gesehen haben, weil es ein guter Vorläufer für das Sprint-Qualifying ist", schreibt Brawn in seiner Kolumne auf der offiziellen Formel-1-Homepage.

Am 17. Juli wird das erste Sprintrennen in der Geschichte der Formel 1 ausgetragen. Insgesamt finden in diesem Jahr drei Testläufe für das Format statt, die beiden weiteren werden wohl in Monza und Sao Paulo über die Bühne gehen, eine offizielle Bestätigung dafür steht aber noch aus.

Brawn erwartet "mitreißendes Racing"

Die Renndistanz beträgt in diesen Fällen 100 Kilometer und entspricht damit einem Drittel des normalen Rennens, das auch weiterhin am Sonntag stattfinden wird. Brawn weiß, dass diese Distanz nicht mit den zwei Vollgas-Runden in Baku zu vergleichen ist. "Aber es könnte dasselbe mitreißende Racing bieten, da die Fahrer nicht auf die Reifen achten müssen", erklärt das langjährige Ferrari-"Superhirn".

Boxenstopps sind bei den Sprint-Qualifyings nicht vorgesehen, der Charakter des Rennens soll sich vom Hauptrennen am Sonntag dadurch unterscheiden, dass das Reifensparen eine untergeordnete Rolle spielt. Ob das bei einer Distanz zwischen 17 und 20 Runden aber tatsächlich so funktionieren wird, bleibt abzuwarten und wird wohl auch von den genutzten Mischungen abhängen.

Auch Fernando Alonso fand Gefallen an dem Baku-Sprint, zumal sich der Spanier in den zwei Runden vom zehnten Platz bis auf Rang sechs nach vorne arbeiten konnte. "Wir müssen über viel mehr Zwei-Runden-Rennen nachdenken, am besten 25 Zwei-Runden-Rennen am Sonntag", scherzt der Spanier.

Gasly: Wie Löwen außerhalb des Käfigs

Ihm habe es Spaß gemacht, zu sehen, wie aggressiv die Fahrer in den zwei Runden waren, "denn sie wussten, dass sie nicht auf die Reifen oder sonst etwas achten mussten", gibt Alonso die Sicht der Fahrer wieder.

Ähnlich sieht es auch Pierre Gasly. Der Franzose lieferte sich in den zwei Runden ein aufregendes Duell mit Ferrari-Pilot Charles Leclerc, das der AlphaTauri-Fahrer für sich entschied. Gasly glaubt, dass diese besondere Situation "das Adrenalin in dir weckt", so Gasly, der eine passende Metapher findet: Es sei "ein bisschen so gewesen, wie ein Löwe, der aus dem Käfig gelassen wird".

Für den 25-Jährigen seien die zwei Runden sehr intensiv gewesen. "Ich habe es wirklich genossen. Hoffentlich werden wir in der Zukunft etwas Ähnliches haben", sagt Gasly.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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