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Ross Brawn: "Ferrari braucht dringend einen Sieg"

Ross Brawn glaubt, dass Ferrari die Sommerpause gut gebrauchen kann - In Ungarn war die Scuderia chancenlos gegen Mercedes und Red Bull - Revanche in Spa?

Ruben Zimmermann

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Bearbeitet: 10.08.2019, 03:28

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Beim letzten Rennen vor der Sommerpause kassierte Ferrari in Ungarn eine sportliche Ohrfeige. Dabei sind es nicht die Positionen drei und vier, die der Scuderia wehgetan haben. Vielmehr war es der Rückstand auf Rennsieger Lewis Hamilton. Der lag für Sebastian Vettel und Charles Leclerc im Ziel bei mehr als einer Minute. Da kommt die mehrwöchige Pause jetzt genau richtig.

Das sagt zumindest Formel-1-Sportchef Ross Brawn, der in den 90er-Jahren und Anfang des Jahrtausends selbst viele Jahre für Ferrari arbeitete. "Wegen der Streckencharakteristik war bereits klar, dass dieses Rennen nicht zu Ferraris Auto passen würde", erinnert Brawn. Das "Ausmaß" der Pleite sei jedoch überraschend gewesen. "Besonders im Rennen", so Brawn.

"Die Zeiten aus dem dritten Sektor, wo es um maximalen Abtrieb geht, sprechen Bände", erklärt er. Im Qualifying lag die schnellste Ferrari-Zeit im Schlusssektor bei 21,360 Sekunden. Zum Vergleich: Die Bestwerte von Mercedes und Red Bull lagen bei 21,053 respektive 21,021 Sekunden. Beide Teams waren also in diesem Abschnitt mehr als drei Zehntel schneller.

"Die Sommerpause kommt für Ferrari wohl genau zum richtigen Zeitpunkt", sagt Brawn und erklärt: "Ich weiß sehr gut, welcher Druck sich aufbauen kann, wenn die Dinge nicht gut laufen. Es wird nicht schaden, einmal durchzuatmen und die Batterien aufzuladen." Nach der Pause habe Ferrari dann in Spa und Monza zwei gute Chancen, um zurückzuschlagen.

Auf dem Papier passen beide Kurse deutlich besser zum SF90 als der Hungaroring. "Ferrari braucht dringend einen Sieg", weiß Brawn und erklärt: "Nicht so sehr für die Ansprüche in der Meisterschaft, aber für die Moral, und um zu beweisen, dass man das Potenzial hat, ein Anwärter auf den Titel zu sein."

Das müsse bei Ferrari immer das Ziel sein. 2019 konnte man diesen Anspruch bislang allerdings nicht erfüllen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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