Rückschlag für Monza im Kampf um den Formel-1- Grand-Prix

Es sah so aus, als sollte der Grand Prix von Italien gerettet sein, jetzt tauchen neue Zweifel auf, nachdem ein Treffen zwischen Bernie Ecclestone und den Veranstaltern nicht den erhofften Vertrag hervorbrachte.

Angelo Sticchi Damiani, der Präsident des Automobilclubs von Italien und Ivan Capelli, der Präsident des Automobilclubs von Mailand, waren so optimistisch, dass ihr Finanzierungsangebot bei dem Treffen in London zu Beginn des Monats angenommen würde.

Nach Insiderinformationen wäre die Summe von 18 Millionen pro Jahr auch nicht das Problem, Ecclestone machte sich viel eher Sorgen um das Management der Strecke.

Der Brite war sich nicht sicher, ob die Betreiber wirklich die Absicht hätten, die anvisierten Investitionen von sieben Millionen Euro über zehn Jahre zu tätigen, um die Einrichtungen im Parco di Monza zu modernisieren. Außerdem sei die finanzielle Situation der Firma, die die Rennstrecke verwaltet, der SIAS, nicht klar.

Daher gibt es in Ecclestones Augen keine Garantie, dass die versprochenen Umbauten auch tatsächlich stattfinden würden, wenn der Vertrag für den Grand Prix von Italien verlängert würde.

Erneute Gespräche

Nach Informationen von Motorsport.com verlangt Ecclestone nach langfristigen Garantien von den Streckenbetreibern und wird im Laufe des Februars ein neues Treffen einberufen, um die Verhandlungen voranzutreiben.

Capelli wollte die Situation und die Frage, was sich in ändern müsse, um den Deal doch noch unter Dach und Fach zu bekommen, bisher nicht kommentieren.

Imola oder Mugello als Ersatz?

Damiani will den Grand Prix von Italien keinesfalls aufgeben, das ist klar, selbst wenn er den Austragungsort Monza nicht beibehalten kann.

Daher kommen nun auch Imola und Mugello als mögliche Optionen ins Spiel, wenn die Probleme in Monza nicht gelöst werden können.

Immerhin hat man es gerade erst geschafft, dass das Parlament das Stabilitätsgesetz dahingehend geändert hat, dass der ACI sich an der Finanzierung des Rennen mit beteiligen darf.

Informationen von Franco Nugnes

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