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Rückkehr der Tankstopps? Lewis Hamilton und Co. nicht abgeneigt

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Rückkehr der Tankstopps? Lewis Hamilton und Co. nicht abgeneigt
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17.07.2019, 10:25

Viele Formel-1-Piloten könnten sich mit der Idee, Nachtanken wieder zu erlauben, anfreunden - Hauptargument ist, dass die Autos damit etwas leichter werden

Sollte die Formel 1 das Nachtanken in Zukunft wieder erlauben? Nachdem sich bereits Ex-Weltmeister Nico Rosberg vor kurzem für eine Rückkehr das Tankstopps aussprach, erklärt zuletzt auch FIA-Präsident Jean Todt, dass er sich eine entsprechende Änderung im Reglement ab 2021 vorstellen könnte. Und auch die aktuellen Formel-1-Piloten stehen der Idee offen gegenüber.

Hauptargument ist dabei vor allem das Gewicht der Autos. "Die Autos müssen nicht 730 Kilo wiegen. So schwer müssen sie einfach nicht sein", erklärt Lewis Hamilton. Ein aktuelles Formel-1-Auto muss mindestens 743 Kilogramm (samt Fahrer) wiegen. Anfang des Jahrtausends lag der Mindestwert gerade einmal bei 595 Kilogramm. Dorthin würde Hamilton gerne zurückgehen.

"Ich habe mit meinen Ingenieuren gesprochen, und sie haben gesagt, wenn sie die Regeln ändern, dann kann auch das Gewicht wieder so werden. Wir müssten einfach ein paar Dinge vom Auto abnehmen, aber wir könnten es leichter machen", erklärt Hamilton. In den vergangenen Jahren haben unter anderem Sachen wie Hybridantrieb und Halo dafür gesorgt, dass die Boliden immer schwerer geworden sind.

Weniger Gewicht = besseres Racing?

Eine Möglichkeit, die Autos wieder leichter zu machen, wären eben auch Tankstopps. Die Piloten würden dann mit deutlich weniger Benzin an Bord starten - und dementsprechend mit einem leichteren Auto. "Wenn die Autos leichter sind, denn ist das immer besser. Für das Racing, für die Reifen - alles. Was auch immer man beim Gewicht unternehmen kann ist also ein Bonus", erklärt Valtteri Bottas.

"Uns würde es mehr Spaß machen und allen anderen auch", ist sich der Finne sicher. "Ich weiß nicht, ich bin noch nie mit Nachtanken gefahren", grübelt Charles Leclerc währenddessen. Früher am TV habe es aber immer "cool" ausgesehen. "Warum nicht? Ich würde es gerne ausprobieren", zeigt sich der Monegasse offen. Seit 2010 ist Nachtanken in der Formel 1 verboten.

"Es könnte eine gute Idee sein", so Leclerc. "Das Hauptproblem ist aber, dass die Autos zu schwer sind. Das sind für mich zwei verschiedene Dinge", erklärt er. Ähnlich sieht es auch Hamilton. "Sie machen die Autos jedes Jahr immer schwerer und schwerer und schwerer. Und wir werden immer schneller und haben mehr Abtrieb", so der Weltmeister. Das sei auch ein Problem für Reifenhersteller Pirelli.

Nachtanken: Es gibt auch Gegenstimmen

Für die sei es "wirklich hart", einen Reifen zu bauen, der dieses Gewicht aushält, und mit dem man gleichzeitig pushen kann. "Es ist wie ein Dominoeffekt. Mit einem leichteren Auto könnten wir auch härter kämpfen", glaubt Hamilton. Tankstopps seien "vielleicht keine so schlechte Sache" für die Zukunft. Allerdings gibt es seiner Meinung nach wichtigere Dinge, die zunächst einmal geklärt werden sollten.

In den vergangenen Jahren kam die Idee, das Nachtanken in der Formel 1 wieder zu erlauben, immer wieder auf. Bereits 2017 hat Ross Brawn im Gespräch mit 'Motorsport.com' verraten, dass er Tankstopps eher skeptisch sieht. "Ich persönlich bin nicht überzeugt, dass Nachtanken der beste Weg ist [um das Racing zu verbessern]. Ich glaube, da gibt es andere Möglichkeiten", erklärte er damals.

Und schon 2016 sagte Claire Williams zu dem Thema: "Die Hersteller haben gerade hunderte Millionen für diese Hybrid-Antriebseinheiten ausgegeben, die für den Straßenverkehr relevant sind und die zur Debatte über Energieeffizienz passen, die wir derzeit in unserer Gesellschaft führen müssen. Jetzt das Nachtanken wieder einzuführen und die Formel 1 wieder zu einem Spritfresser-Sport zu machen, relativiert die gesamte Botschaft."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber Ruben Zimmermann