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Dieser Tage ist Mark Webber in der Öffentlichkeit kaum noch als Manager an der Seite von Oscar Piastri zu sehen, für David Coulthard ist das ein logischer Schritt

Rückzug von Mark Webber: Laut David Coulthard "natürliche Entwicklung"

Mark Webber ist aktuell kaum im Formel-1-Fahrerlager zu sehen

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Im Podcast Up to Speed hat David Coulthard den öffentlichen Rückzug von Mark Webber als Manager von Oscar Piastri als "natürliche Entwicklung" bezeichnet.

Nach vielen Jahren an der Seite von Piastri ist der ehemalige Red-Bull-Pilot dieses Jahr an Grand-Prix-Wochenenden nicht im Umfeld des McLaren-Fahrers zu sehen. Dazu sei gesagt, dass Webber trotz dieser Entscheidung weiterhin als Manager des Drittplatzierten der Fahrer-WM 2025 fungiert.

"Nun, ich bin keine Fliege an der Wand, aber es fühlt sich so an, als ob Mark und seine Ehefrau Ann nicht nur alles gegeben haben, um Oscar in die Formel 1 zu bekommen, sondern um ihn nicht mit Alpine in die Formel 1 zu holen, wo er angeblich hätte fahren sollen", so Coulthard.

Die Causa zwischen Alpine, McLaren, Piastri und Webber hatte in der Sommerpause 2022 für Schlagzeilen gesorgt. Schließlich war man einst davon ausgegangen, dass Piastri für den pink-blauen Rennstall aus Enstone, und nicht für die Papaya-Mannschaft aus Woking an den Start gehen würde.

Dieser Schritt war die Grundlage für die spätere Schlacht um die Weltmeisterschaft 2025, in der Piastri den Titel nur knapp verpasste.

Coulthard fährt fort: "Also haben sie ihn zu McLaren geholt, ihm am Anfang seines Weges als Grand-Prix-Fahrer geholfen und mit ihm gemeinsam öffentlich darum gerungen, ob McLarens Ansatz, entschieden vom CEO, dem Vorstand, dem Teamchef, der richtige Ansatz war, um uns Racing zu präsentieren."

Hier spielt Coulthard auf die sogenannten Papaya-Rules an. Mit dem Wunsch, beide Fahrer während der gesamten Saison gleichberechtigt zu behandeln, sorgte McLaren bei Fans und Fachpresse für Gesprächsstoff. Letztlich konnte man sich, fernab von aller Kritik und Häme, beide WM-Titel sichern.

Zwar kritisiert Coulthard nicht die Entscheidung des Rennstalls, doch betont der Schotte, dass der Rückzug von Webber nach so einer Auseinandersetzung alles andere als überraschend sei:

"Ich denke, dass, wenn man mal so gerungen hat, oder, um die Formulierung von Mark Webber zu nutzen, sich mit Oscar bei seiner ersten Chance auf den Titel in den Schützengraben geworfen hat, dann glaube ich, dass der Wunsch, sich zurückzuziehen und ihn sein Ding machen zu lassen, unausweichlich ist. Niemand kann mit dem Fahrer im Auto sitzen."

Ironischerweise nennt Coulthard seinen alten Teamkollegen Mika Häkkinen und dessen Manager Keke Rosberg. Auch hier hatte sich Rosberg dazu entschlossen, Häkkinen seinen eigenen Weg gehen zu lassen, und das mit vollem Erfolg.

"Ich denke nicht, dass Mark aus dem Motorsport zurückgetreten ist, um plötzlich bei 24 Grand-Prix-Rennen vor Ort zu sein - nicht, um Oscars Hand zu halten, aber ihn durch gute und schlechte Zeiten zu führen. Also, ich denke, es ist einfach eine natürliche Entwicklung zu dieser neuen Aufstellung, in die Mark und Ann weiterhin involviert sind."

Gerade Coulthard dürfte den Australier sehr gut kennen. 2007 und 2008 sind beide in der Formel 1 für Red Bull an den Start gegangen.

In der aktuellen Wertung liegt Piastri nach drei Rennen nur auf Platz sechs, 51 Punkte hinter dem WM-Leader Kimi Antonelli.

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