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Formel-1-Fahrer sind längst auch große Social-Media-Stars: George Russell über die Schattenseiten dieser Entwicklung und warum er niemandem sein wahres Ich zeigt

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Das öffentliche Leben als F1-Star hat für George Russell auch Schattenseiten

Foto: Pirelli

Früher waren die Formel-1-Piloten vor allem Rennfahrer, heutzutage sind sie notgedrungen auch Social-Media-Stars - eine Entwicklung, die in den letzten Jahren bedenklich zugenommen hat und durchaus auch ihre "toxischen" Schattenseiten mit sich bringt.

Über diese spricht Mercedes-Pilot George Russell im exklusiven Interview, das am Sonntagmorgen in voller Länge auf Motorsport-Total.com veröffentlicht wird - und gibt darin seltene Einblicke in seinen Zugang zu der Thematik und zu seinem wahren Ich. Denn Russell räumt ein: "Um ehrlich zu sein, ich zeige wahrscheinlich niemandem, wie ich wirklich bin - weil das gleichzeitig auch mein geschützter Raum ist."

Sich deshalb abzuschotten, "ganz so einfach" sei die Sache dieser Tage laut dem Briten aber nicht, "weil ich auch authentisch sein möchte - denn letztlich sind die Fans, die die Formel 1 verfolgen und mir folgen, auch diejenigen, die den Sport erst zu dem machen, was er ist. Deshalb bezahlen Sponsoren Geld, um Teil des Teams zu sein - und so verdiene ich meinen Lebensunterhalt."

Für Russell ist deshalb klar, dass das Spiel mit den Sozialen Medien ein Balanceakt ist, der mittlerweile einfach dazugehört: "Man kann nicht die Hand beißen, die einen füttert. Man muss verstehen, dass sich die Zeiten ändern."

Russell lauscht: Dass Kimi Räikkönen mal was sagte, kam nicht so oft vor ...

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Foto: Motorsport Images

Eine Attitüde, wie sie etwa Kultfinne Kimi Räikkönen Medien und Sponsoren gegenüber an den Tag legte, kann er sich deshalb heute nur noch schwer vorstellen: "Kimi Räikkönen war so eine unglaubliche Persönlichkeit. Aber wenn er heute als 18-Jähriger in die Formel 1 kommen würde, wären die Leute wohl unzufrieden, wenn er kein Social Media machen würde oder wortkarg wäre. Das ist die Herausforderung, mit der wir heute leben."

Dabei zeigt sich der Mercedes-Star überzeugt: "Alles, was man auf Social Media sieht, egal bei wem, ist letztlich nicht die Realität. Denn jeder versucht nur, die beste Version von sich zu zeigen. Wenn man hundert Fotos macht, postet man ja auch nicht das, auf dem man die Augen zu hat oder aussieht wie ein Idiot."

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