Russell nach Kanada-Ausfall "sprachlos": Lob für Duell mit Antonelli
Vom möglichen Rennsieg zum vorzeitigen Ausfall: George Russell erlebte in Kanada eine Enttäuschung, schwärmte aber vom Duell mit Kimi Antonelli
George Russell sprachlos nach "aus" im Kanada-Grand-Prix
Foto: LAT Images
George Russell hat nach seinem Ausfall beim Großen Preis von Kanada von einem bitteren Rückschlag gesprochen, gleichzeitig aber das intensive Duell mit seinem Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli hervorgehoben.
Der Mercedes-Pilot führte das Rennen an, ehe ihn in Runde dreißig ein Problem mit der Antriebseinheit zur Aufgabe zwang. Antonelli übernahm daraufhin die Führung und feierte seinen vierten Grand-Prix-Sieg in Folge. Der 19-jährige baute seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft damit auf 43 Punkte aus.
Russell zeigt sich nach dem Rennen enttäuscht über das vorzeitige Aus: "Sprachlos" sei er angesichts dessen, was sich im Rennen ereignet habe. "Alles lief plötzlich schief", sagt Russell. "Wir gingen in die Kurve, der Motor stoppte, keine Leistung mehr, keine Bremswirkung. Ich bin etwas verloren, was da genau passiert ist."
Russell zieht trotz Ausfalls positive Bilanz
Der Brite war von der Poleposition gestartet und lag bis zu seinem Ausfall in Führung. Trotz der Enttäuschung zieht er auch positive Aspekte aus dem Rennen, insbesondere aus dem Zweikampf mit Antonelli.

George Russell in Gedanken schon beim nächsten Grand Prix
Foto: Sutton Images
"Ich bin stolz auf mein Wochenende. Die Poleposition war da, ich führte das Rennen, als das Problem auftrat, und ich hatte einen guten Kampf mit Kimi. Aus meiner Sicht hätte ich nichts anders machen können. Deshalb gehe ich zufrieden nach Hause. Natürlich bin ich sehr frustriert über das, was passiert ist. Aber was kann ich noch tun?"
Russell und Antonelli lieferten sich über weite Strecken des Rennens einen engen Kampf um die Spitze. Der Mercedes-Fahrer erklärte, dass ihn das Duell an seine Kart-Zeit erinnert habe.
Duell mit Antonelli erinnert an Kart-Tage
"Ich habe das Rennen sehr genossen. Ich liebe es, wenn die Kämpfe fair sind. Das hat mich an meine Kart-Tage erinnert. Man weiß, dass man keinen Kontakt haben wird, aber es ist eng. Ja, ich habe es geliebt. Genau darum geht es im Rennsport. Ich habe das Duell fortgesetzt, bis zu dreißig weitere Runden."
Im Kampf um die weiteren Podestplätze sichert sich Lewis Hamilton im Ferrari Rang zwei vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Für die beiden McLaren-Fahrer verlief das Rennen dagegen enttäuschend. Keines der Fahrzeuge kam in die Punkteränge. Damit mussten die Titelverteidiger einen weiteren Rückschlag im Kampf um die Weltmeisterschaft hinnehmen.
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