Russell rechnet in Silverstone mit "Porpoising" statt Vollgas in Copse

George Russell hofft bei seinem Heimrennen auf eine Steigerung, rechnet aber nicht mit einem Durchbruch - Vor allem die ultraschnelle Copse könnte tricky werden

Russell rechnet in Silverstone mit "Porpoising" statt Vollgas in Copse
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Mercedes-Pilot George Russell bezweifelt, dass er mit dem aktuellen Auto in Silverstone mit Vollgas durch Copse fahren kann, da das Team immer noch mit "Porpoising" zu kämpfen hat. Unter dem Hüpfen der Autos leiden in dieser Saison einige Teams, wobei Mercedes am stärksten davon betroffen ist.

Dadurch konnte der achtmalige Konstrukteursweltmeister in den ersten neun Rennen nur fünf Podiumsplätze erreichen und liegt vor dem Grand Prix von Großbritannien an diesem Wochenende in der Konstrukteurswertung hinter Red Bull und Ferrari.

Mit einem Update beim Grand Prix von Spanien konnte das Team zwar mehr Leistung aus dem Auto herausholen, doch Russell und auch Teamkollege Lewis Hamilton klagten immer noch über das Aufschaukeln, vor allem in Hochgeschwindigkeitskurven.

Hüpfende Autos in Highspeed-Kurven

"Als wir nach Barcelona kamen, waren wir überrascht, dass wir auf den Geraden kein 'Porpoising' hatten", erinnert sich Russell, "aber in den beiden Hochgeschwindigkeitskurven - Kurve 3 und Kurve 9 - sind wir nur gehüpft. Wenn man sich die Onboard-Aufnahmen anschaut, hört man es deutlich scheppern."

"Das war bei 250 km/h - Copse ist 300km/h schnell. Es wird also nicht einfach zu managen sein. Aber ich denke, es wird eine Reihe von Teams geben, die im selben Boot sitzen."

¿pbsky|445|pb¿Im vergangenen Jahr habe er mit seinem Williams FW44, einem der langsamsten Autos, keine Probleme gehabt, durch Copse mit Vollgas zu fahren. "Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass mir das in diesem Jahr nicht passieren wird, auch wenn wir bei hohen Geschwindigkeiten deutlich mehr Abtrieb haben", sagt Russell.

Bringt ein weiteres Update Besserung?

Pünktlich zum Heimrennen seiner Fahrer wird Mercedes an diesem Wochenende weitere Updates einführen, um sich zu steigern. Red-Bull-Teamchef Christian Horner tippte bereits im Vorfeld, dass Mercedes bei der Rückkehr auf eine traditionellere Strecke wie Silverstone ein Faktor im Kampf an der Spitze sein wird.

Denn Straßenkursen wie Monaco, Aserbaidschan und Kanada hatte Mercedes zuletzt Schwierigkeiten, sich zu behaupten. Russell fürchtet jedoch, dass die Änderung der Streckenspezifikation keine Garantie für den Erfolg sei, da das Team weiterhin Probleme mit dem Auto finden und beheben müsse.

"Ich denke, wir haben immer gewusst, dass das Auto viel Potenzial hat", sagt er über den W13. "Uns wir erst jetzt wirklich bewusst, dass uns die letzten drei Rennen überrascht haben, weil sie sich sehr von Barcelona unterscheiden und alle sehr ähnlich sind."

Russell: Immer wieder neue Probleme

"Die drei Straßenkurse sind alle sehr holprig und haben alle langsame Kurven. Wenn man also ein Auto hat, das in langsamen Kurven konkurrenzfähig ist und die Bodenwellen und Randsteine gut meistert, wird man auf allen drei Strecken schnell sein."

"Wir kommen jetzt nach Silverstone, Österreich, Paul Ricard und Budapest - das sind eher traditionelle Strecken. Aber Tatsache ist, dass wir auf jeder Strecke, auf der wir fahren, andere Probleme mit unserem Paket entdecken. Es gibt also keine Garantie dafür, dass wir auf einmal Großes leisten, wenn wir dort ankommen."

Weitere Co-Autoren: Alex Kalinauckas. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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