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Sainz: Ericsson-Beispiel zeigt die unerträgliche Formel-1-Situation

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Sainz: Ericsson-Beispiel zeigt die unerträgliche Formel-1-Situation
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble

Dass Marcus Ericsson auf Anhieb in der IndyCar-Serie auf das Podest fahren kann, sieht Carlos Sainz als Armutszeugnis für die Formel 1

In der Formel 1 war Marcus Ericsson eher ein Mitläufer - wenn überhaupt. Doch in der IndyCar-Serie konnte der Schwede zuletzt mit Rang zwei in Detroit sein erstes Podium einfahren. In der Formel 1 wäre das höchstens passiert, wenn Ostern, Weihnachten und die Jugendweihe von Jesus Christus auf einen Tag gefallen wären - um es mal überspitzt auszudrücken. Denn in 97 Rennen schaffte Ericsson Rang acht als bestes Resultat.

Das liegt aber hauptsächlich an den Fahrzeugen, mit denen Ericsson zu tun hatte. Bei Caterham und Sauber hatte er keine Chance auf gute Ergebnisse - und das ist für Carlos Sainz das Problem der heutigen Formel 1. Auch der Spanier ist mittlerweile in seiner fünften Saison, auf das Podium geschafft hat er es jedoch nicht.

"Wenn man sieht, wie Marcus Ericsson in eine andere Serie geht, dort bei der Musik ist, Rennen gewinnen kann und auf dem Podium steht - und dann sieht man sich in der Formel 1 maximal um Rang sieben kämpfen ...", hadert er. Gelangweilt sei er nach vier Jahren noch nicht, doch er denkt an Fahrer wie Nico Hülkenberg oder Sergio Perez, die schon länger um die Goldene Ananas fahren. "Ich habe Probleme, das als nachhaltig anzusehen."

Sainz: Warten nicht ewig ...

Deutlich wird das, wenn man auf die Verteilung der Podestplätze blickt: Von den vergangenen 180 Podestplatzierungen entfielen 178 auf nur drei Teams - Mercedes, Ferrari und Red Bull. Gerade einmal zwei Top-3-Platzierungen blieben für alle anderen übrig. "In der Formel 1 muss sich unmittelbar etwas ändern, damit dieser Trend aufhört", findet Sainz. "Wir als Rennfahrer im Mittelfeld warten hier nicht ewig, um in jedem Rennen Siebter zu werden."

Sergio Perez

Sergio Perez war in Baku 2018 der letzte Außenseiter auf einem Podest

Foto: Sutton

Die großen Hoffnungen der Formel 1 liegen auf dem Reglement 2021, wenn alle Teams von null beginnen müssen. Das bietet allen die große Chance, die Kräfteverhältnisse umzukehren, auch wenn die drei Topteams durch ihr immenses Budget weiterhin einen Vorteil haben dürften - Budgetgrenze hin oder her.

In anderen Rennserien klappt es auch, dass die Abwechslung an der Spitze gegeben ist: In der IndyCar-Serie gab es in acht Rennen fünf siegreiche Teams, in der Formel E konnte in den ersten sieben Rennen sogar kein Team zweimal gewinnen, und in der MotoGP standen in dieser Saison auch schon acht Fahrer auf dem Podest.

MotoGP als Vorbild?

In der MotoGP gibt es sogar spezielle Regeln, die erfolgloseren Herstellern helfen. Hersteller, die in einer Saison nicht gewonnen oder nicht mehr als drei Podestplätze eingefahren haben, dürfen etwa in der nächsten Saison mehr Motoren einsetzen. Auch Dinge wie eine Einheitselektronik haben das Feld näher zusammengebracht.

"Am Anfang waren die Hersteller skeptisch, aber jetzt sind sie glücklicher denn je", sieht Sainz die Maßnahmen in der MotoGP positiv. "Sie kämpfen jetzt gegen mehr Leute, und das macht die Hersteller und die Marken stärker, weil sie gegen mehr Marken kämpfen. Das ist ein sehr gutes Beispiel und etwas, das ich in Zukunft auch in der Formel 1 sehen möchte."

Zwar weiß der Renault-Pilot, dass die Formel 1 nicht das gleiche wie die MotoGP ist, "aber ich hoffe, dass wir in Zukunft etwas mehr Fahrer-abhängig werden können, weniger Mercedes-abhängig."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Carlos Sainz Jr.
Urheber Norman Fischer