Formel 1

Sainz nach Rückzug seines Vaters enttäuscht: "Ideale Zeitpunkt war jetzt"

Carlos Sainz will nicht ausschließen, dass sein Vater in Zukunft noch einmal für das Amt des FIA-Präsidenten kandidiert, findet aber, dass jetzt ein guter Zeitpunkt wäre

Filip Cleeren Norman Fischer

Veröffentlicht: 28.06.2025, 07:51

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Als bevorzugte Quelle hinzufügen

Sainz nach Rückzug seines Vaters enttäuscht: "Ideale Zeitpunkt war jetzt"

Carlos' Sainz Vater Carlos wird nicht neuer FIA-Präsident

Foto: Kym Kym

Der Rückzug von Carlos Sainz sen. aus dem Rennen um das FIA-Präsidentenamt Anfang dieser Woche kam nicht sonderlich überraschend. Der zweifache Rallye-Weltmeister und vierfache Dakar-Sieger hatte nach dem Zuspruch einiger Personen im Fahrerlager sein Interesse an der Rolle bestätigt - doch daraus sollte nichts werden.

Was denkt sein Sohn eigentlich über diese Entscheidung seines Vaters? Ist er enttäuscht? "Als sein Sohn: nein. Als Motorsportfan: ja", gibt der Williams-Pilot zu. "Ich glaube, viele Menschen im Motorsport hätten gerne gesehen, wie mein Vater es versucht und was er für den Sport hätte bewirken können."

"Aber als sein Sohn, und nachdem wir das auch gemeinsam ein wenig evaluiert haben - all die Dinge, mit denen er sich hätte beschäftigen müssen, um überhaupt eine Chance auf die Präsidentschaft zu haben - verstehe ich, warum er es nicht macht, warum er es sein lässt und sich auf seine eigenen Dinge konzentriert", meint der Spanier.

Der ältere Sainz nannte in seinem veröffentlichten Statement ähnliche Gründe: "Nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die derzeitigen Umstände nicht ideal sind, um die Grundlage für meine Kandidatur zu schaffen", schrieb er.

"Zudem habe ich erkannt, dass eine ernsthafte Kandidatur meine Vorbereitung auf die Dakar erheblich beeinträchtigen würde - und ich möchte mein Engagement gegenüber Ford und meinem Team nicht abschwächen. Diese Bedenken haben mich dazu veranlasst, realistisch zu sein und vorerst von meinem FIA-Vorhaben abzusehen."

Sainz: "Sag niemals nie"

Auf die Frage, ob der Vater des Formel-1-Piloten künftig noch einmal kandidieren könnte, lässt Sainz jun. die Tür bewusst offen: "Sag niemals nie. Ich glaube, jetzt wäre der ideale Zeitpunkt gewesen - angesichts der Gesamtsituation. Es wäre der richtige Moment gewesen, um einzusteigen und einen positiven Effekt zu erzielen."

"Ich weiß nicht, ob das in vier oder acht Jahren noch ideal wäre. Ich würde nie 'nie' sagen, aber aktuell hat er auf jeden Fall kein Interesse mehr."

Für seinen Landsmann Fernando Alonso ist die Kandidatur aber "nur aufgeschoben, nicht aufgehoben", wie er sagt. "Es ist immer schön, wenn es mehrere Kandidaten gibt. Am Ende entscheiden die Leute im Motorsport, sie wählen denjenigen, an den sie glauben. Carlos ist ein großartiger Sportler und ein großartiger Mensch. Vielleicht in der Zukunft."

Sainz hofft auf mehr Transparenz

Die Fahrer richten den Blick nun auf das Rennwochenende in Österreich, doch mit dem Rückzug von Sainz bleiben Fragen zur Governance der FIA bestehen, besonders nach der Veröffentlichung der neuen Strafrichtlinien am Donnerstag.

Mit dem erklärten Ziel, mehr "Transparenz" in den Sport zu bringen, scheint es zunehmend wahrscheinlicher, dass Mohammed Ben Sulayem sein Amt weiterhin ausüben wird. "Ich glaube, es ist kein Geheimnis: Als Fahrer hatten wir in den vergangenen Jahren das Gefühl, dass es an Transparenz und Verständnis im Umgang mit der FIA-Spitze gefehlt hat", sagt Sainz jun. über Sulayems erste Amtszeit.

"Auch wenn die Absichten manchmal gut waren und die Art und Weise, wie die FIA gewisse Dinge angegangen ist, stets im besten Sinne war: Als Fahrer hatten wir oft das Gefühl, außen vor zu sein, und dass unsere Meinungen nicht genug berücksichtigt wurden", meint er.

"Manchmal gab es Korrekturen, und da hatten wir den Eindruck, dass gut reagiert wurde - aber in anderen Fällen eben nicht, und das haben wir auch klar in unseren Stellungnahmen gemacht."

"Ich sehe nur einen Weg nach vorn, und der ist, besser zu werden, denn dieses Jahr war bislang über weite Strecken frustrierend. Mal sehen, ob sich das verbessert, vielleicht ist die Mitteilung der FIA schon ein Zeichen, dass man alles ein wenig klarer machen will."

Wir wollen Deine Meinung!

Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?

An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen

- Das Motorsport.com-Team

Weiterlesen :

Diese Story teilen oder speichern

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Vorheriger Artikel Max Verstappen kurz vor Sperre: Sollten Strafpunkte abgeschafft werden?

Nächster Artikel "F1"-Fortsetzung mit Pitt und Cruise? "Hänge meinen Arsch nicht aus Fliegern"

Mehr von

Filip Cleeren



Formel 1 in Ruanda: Wie wird die Strecke? Und was will man dort überhaupt?

Formel 1

Formel 1 1 T.

Formel 1 in Ruanda: Wie wird die Strecke? Und was will man dort überhaupt?



Red Bull: Finales Upgrade bringt ersten Sieg von Max Verstappen

Formel 1

Formel 1

Sepang

9 T.

Red Bull: Finales Upgrade bringt ersten Sieg von Max Verstappen



6.000 Kilometer Umzug: Bahrain nimmt sein komplettes Formel-1-Rennen mit

Formel 1

Formel 1

Sepang

11 T.

6.000 Kilometer Umzug: Bahrain nimmt sein komplettes Formel-1-Rennen mit

Mehr von

Carlos Sainz sen.



Warum Sainz und Ekström überzeugt sind: "Ford kann die Dakar gewinnen"

Rallye Dakar

Rallye Dakar

Rallye Dakar

9 M.

Warum Sainz und Ekström überzeugt sind: "Ford kann die Dakar gewinnen"



Vater Sainz: Warum der Williams-Podestplatz ein kleines Wunder war

Formel 1

Formel 1

Baku

1 J.

Vater Sainz: Warum der Williams-Podestplatz ein kleines Wunder war



"Ich war komplett schockiert": Wie Carlos Sainz vom Ferrari-Aus erfuhr

Formel 1

Formel 1 22.07.2025

"Ich war komplett schockiert": Wie Carlos Sainz vom Ferrari-Aus erfuhr

Aktuelle News



Max Verstappen über GTWC-Debüt in Portimao: "Sind hier, um zu gewinnen"

GTWC Endurance

GTWC GTWC Endurance 1 h

Max Verstappen über GTWC-Debüt in Portimao: "Sind hier, um zu gewinnen"



Kostenloser Livestream GTWC Europe Portimao mit Max Verstappen

GTWC Endurance

GTWC GTWC Endurance 3 h

Kostenloser Livestream GTWC Europe Portimao mit Max Verstappen



Horner witzelt über Steiner: Hat nie ein Formel-1-Podium erreicht!

Formel 1

F1 Formel 1 5 h

Horner witzelt über Steiner: Hat nie ein Formel-1-Podium erreicht!



"Wird großes Problem": Rossi begegnet Duell mit Verstappen mit Ehrfurcht

GTWC Endurance

GTWC GTWC Endurance 6 h

"Wird großes Problem": Rossi begegnet Duell mit Verstappen mit Ehrfurcht

Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!

Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.

Du hast 2 Optionen:

Jetzt registrieren Schon registriert? Dann hier einloggen!

Adblocker deaktiviert?
Dann versuche es mit Seite neu laden

Benachrichtigungs-Einstellungen

Registrieren