"Schadensbegrenzung": Pierre Gasly will zumindest Alpine schlagen

Pierre Gasly und Yuki Tsunoda schafften in Austin nach einem schwachen Freitag doch noch den Sprung in die Top-10, für das Rennen gibt es einen klaren Gegner

"Schadensbegrenzung": Pierre Gasly will zumindest Alpine schlagen

Die ganz große Enttäuschung konnte AlphaTauri beim Formel-1-Qualifying in Austin vermeiden. Nach einem Trainingsfreitag, der größte Sorgenfalten verursachte, gelang Pierre Gasly und Yuki Tsunoda dann doch geschlossen der Einzug in Q3. Anders als zuletzt war das B-Team von Red Bull gegen McLaren oder Ferrari allerdings chancenlos.

"Ich denke, man kann sagen, dass diese Strecke schwieriger ist in Bezug auf McLaren und Ferrari", sagt Gasly. Der Franzose belegte Rang neun in Q3 vor Tsunoda, allein auf Lando Norris direkt vor ihm fehlten mehr als zwei Zehntel.

Doch immerhin konnte AlphaTauri die Position als fünfte Kraft erhalten und fiel nicht noch weiter zurück. "Wir haben Aston Martin und Alpine geschlagen, das war großartig", sagt der 25-Jährige.

AlphaTauri musste Kompromisse eingehen

Milde stimmt Gasly auch der deutliche Abstand zu den beiden Mittelfeldkonkurrenten. In Q2 war der Franzose satte acht Zehntel schneller als sein Landsmann Esteban Ocon im Alpine - und das, obwohl er die Zeit mit den Mediums fuhr.

Nach den Erkenntnissen vom Freitag standen bei AlphaTauri einige Umbauarbeiten auf dem Programm. "Wir mussten einige Kompromisse eingehen", erklärt Gasly. "Wir sind mit einem recht ähnlichen Auto im Vergleich zu sonst auch gestartet, aber am Freitag war es sehr schwierig. Es hat mit diesen ganzen Bodenwellen einfach nicht funktioniert, auch der Reifenverschleiß auf den Hinterreifen war sehr hoch", erklärt er die Probleme.

Die angesprochenen Kompromisse, um das Auto über die gesamte Runde fahrbar zu bekommen, hätten an bestimmten Stellen Zeitverluste zur Folge gehabt. "Ich war immer noch ganz zufrieden mit der Runde und ich hätte keine drei Zehntel mehr in der Hinterhand gehabt, um mit den Jungs vor mir zu kämpfen", gibt Gasly zu.

Zielsetzung für das Rennen: Punkte auf Alpine aufholen

Damit scheint auch klar, dass er ohne Ausfälle vor ihm nur wenig Aktien hat, noch Plätze gutzumachen. Durch die Strafversetzung gegen Valtteri Bottas startet Gasly von Rang acht, doch den Finnen hinter sich zu halten, ist nicht Gaslys oberstes Ziel. Dieses liegt ganz woanders.

"Für uns ist es das Wichtigste, mehr Punkte als Alpine zu holen", gibt Gasly die Marschroute vor. In der Konstrukteurs-WM kämpfen beide Teams um Rang fünf, derzeit hat Alpine 104 Punkte auf dem Konto und damit zwölf Zähler Vorsprung auf AlphaTauri. Aston Martin ist mit deren 61 Punkten schon ziemlich klar abgeschlagen.

Gasly ist bewusst, "dass wir hier nicht unser bestes Saisonergebnis holen werden. Das Wichtigste ist daher, Schadensbegrenzung zu betreiben und wenn wir dann auf Alpine einige Punkte aufholen könnten, wäre das großartig", sagt Gasly. Ocon startet als Elfter, Fernando Alonso geht nach seinem Motorwechsel vom vorletzten Platz aus ins Rennen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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