"Scheiß Wochenende" zum Rekord: Kein Kuchen für Kimi Räikkönen!

Alfa-Romeo-Pilot Kimi Räikkönen geht in seinem Rekordrennen, beim 323. Rennstart, leer aus - Im Grand Prix der Eifel kollidiert er mit George Russell

"Scheiß Wochenende" zum Rekord: Kein Kuchen für Kimi Räikkönen!

Kimi Räikkönen ist nach dem Grand Prix der Eifel auf dem Nürburgring offiziell der Rekordhalter der meisten Rennstarts in der Formel-1-Geschichte. Mit seinem 323. Start schrieb sich der "Iceman" in die Geschichtsbücher ein, belohnte sich allerdings nicht mit Punkten - aufgrund eines Eigenfehlers. Deshalb gab es nach dem Rennen auch keinen Kuchen: "Das war ein scheiß Wochenende, also nein danke."

Räikkönen war schon mit dem Qualifying unzufrieden, er teilte sich die letzte Startreihe mit Nico Hülkenberg. "Schon gestern lief es schlecht. Das Auto hätte heute ein wenig besser sein können, aber man kann es nach dem Qualifying nicht mehr verändern. So läuft das halt manchmal", kommentierte er gegenüber 'Ziggo Sport'.

Der Start in sein Rekordrennen sei "okay" gewesen, er konnte sich an ein paar Konkurrenten vorbeischieben - doch nur bis Kurve 3. "Ich musste ein paar [Autos vor mir] ausweichen, kam dadurch von der Ideallinie ab und habe dadurch Plätze verloren. Insgesamt ein frustrierendes Wochenende."

Räikkönen fand sich nach der ersten Runde nur auf Platz 19 wieder und duellierte sich mit Nicholas Latifi im Williams. Da er nicht am Kanadier vorbeikam, stoppte ihn Alfa Romeo bereits in Runde 10 und steckte ihn auf frische Medium-Reifen um.

 

Dadurch wurde der Finne erneut ans Ende des Feldes gespült, und lag plötzlich direkt hinter George Russell im Williams und seinem Ex-Teamkollegen Sebastian Vettel im Ferrari. Das Trio kämpfte um die rote Laterne, als in Runde 13 Räikkönen ein Fahrfehler in Kurve 1 unterlief, der das Aus für Russell bedeutete.

"Ich war hinter Seb und überrascht, wie sehr er verlangsamte. Dadurch musste ich auch bremsen und habe daher die Hinterräder ein wenig blockiert, dadurch kam ich ein wenig quer daher und bin zu weit rausgekommen. Da war aber [der Williams von Russell]", schilderte Räikkönen die Szene aus seiner Sicht.

Es kam zur Kollision, Russell konnte das Rennen nicht fortsetzen. Der Alfa des Finnen wurde an der Front ebenso beschädigt, die Endplatte am Frontflügel brach ab. Von der Rennleitung bekam Räikkönen für die Aktion eine Zehn-Sekunden-Strafe und zwei Strafpunkte aufgebrummt.

 

Er fuhr weiter und steckte bis Runde 39 hinter dem Ferrari von Vettel fest. Er wurde durch die Boxenstopps bis auf Platz acht nach vorne gespült. Nach knapp 30 Runden auf dem Medium-Reifen konnte sich Räikkönen allerdings nicht mehr gegen die schnellere Konkurrenz auf frischeren Pneus wehren.

Er wurde von Charles Leclerc, Pierre Gasly und Nico Hülkenberg überholt. Daher nutzte er die Chance unter dem Safety-Car und stoppte in Runde 44 erneut für frische weiche Reifen. Beim Stopp saß er zunächst seine Zeitstrafe ab.

Danach befand sich der Weltmeister von 2007 erneut hinter Vettel, mit dem er gemeinsam Jagd auf Latifi, Kevin Magnussen und seinen Teamkollegen Antonio Giovinazzi machte. Am Ende musste er sich mit Rang zwölf zufriedengeben, Giovinazzi holte auf Rang zehn einen Punkt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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