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Die schlechten Mercedes-Starts in Suzuka sind nicht nur auf das Auto sondern auch auf die Fahrer zurückzuführen: Vor allem Antonelli will noch ein wenig üben

Schlechte Starts: Wolff will Mercedes-Piloten in die Fahrschule schicken

Ja, wo sind denn die Mercedes? Auf jeden Fall nicht mehr vorne ...

Foto: Getty Getty

"Ich dachte nur: Nicht schon wieder", sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, als er sah, dass seine beiden Piloten beim Formel-1-Rennen in Japan wieder einmal einen schlechten Start hatten und reichlich Plätze verloren. Mercedes hatte sich im Qualifying die ersten beiden Startplätze erfahren, doch diese waren am Sonntag ganz schnell weg.

George Russell war von Startposition zwei auf Rang vier zurückgefallen, Andrea Kimi Antonelli von der Poleposition sogar auf Rang sechs, weil die beiden Ferraris und McLarens einfach deutlich besser gestartet waren.

"Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was wir noch tun können. Wir geben unser Bestes", hadert Russell. "Ich weiß nicht, was bei uns beiden los war, aber ja, es war ziemlich furchtbar."

Zwar ist bekannt, dass Ferrari am Start einen Vorteil hat und regelmäßig wie eine Rakete nach vorne schießt, allerdings war in Suzuka nicht nur die Technik ausschlaggebend, wie Wolff verrät. "Wir geben ihnen natürlich nicht gerade die einfachsten Werkzeuge an die Hand. Unsere Starts waren generell eher auf der mittelmäßigen Seite, da müssen wir uns verbessern."

Antonelli lässt Kupplung zu schnell kommen

"Aber in diesem Fall hatte der Fahrer massiven Einfluss darauf, dass das Auto nicht vom Fleck kam", sagt der Österreicher bei Sky und scherzt, dass er seine beiden Fahrer wohl noch einmal in die Fahrschule schicken muss. "Der eine hat die Kupplung schnalzen lassen, und der andere hat es auch nicht optimal getroffen."

Antonellis Fahrschulzeit ist dabei noch gar nicht so lange her - erst vor einem Jahr machte er seinen Führerschein. Doch Wolff lacht: "Diese Kids lernen in der Fahrschule auf Automatikautos. Wir müssen ihnen also erst mal beibringen, wie man eine Kupplung langsam, stetig und nicht zu schnell kommen lässt."

Denn das war das Problem beim Italiener. Er erklärt: "Also im Grunde habe ich den Finger nicht richtig an der Kupplung platziert. Das hat dazu geführt, dass ich die Kupplung schneller habe kommen lassen, als ich eigentlich sollte", so Antonelli bei Sky. Dadurch ging er über das verfügbare Griplimit hinaus und bekam sofort durchdrehende Räder, die seinen Vortrieb hinderten.

"Danach war ich ein leichtes Opfer", hadert er. Was er gedacht habe, als er nach der ersten Runde nur Sechster war, will er lieber nicht sagen. "Aber ich war extrem sauer."

Antonelli will in Pause üben

Zumindest konnten die Mercedes-Piloten ihre schlechten Starts wieder reparieren. Russell arbeitete sich schnell wieder auf Rang zwei nach vorne und sah sich noch mit guten Siegchancen ausgestattet, bevor das Safety-Car diese ruinierte und Antonelli nach vorne brachte, der das Rennen schließlich auch gewann.

Zwar hat Mercedes bislang alle drei Rennen in dieser Saison gewonnen, doch gerade Japan war in dieser Hinsicht ziemlich glücklich, weil man sich durch die Starts das Leben bislang immer ziemlich schwer gemacht hat.

Jetzt ist aber erst einmal ein Monat Pause bis zum Rennen in Miami Anfang Mai. "Da kann ich ein paar Starts üben, um einfach ein besseres Gefühl für das Kommenlassen der Kupplung zu bekommen", meint Antonelli. "Das war dieses Jahr bisher definitiv eine Schwachstelle. Und ja, da muss ich mich steigern, denn damit kann man Rennen ganz leicht gewinnen oder verlieren."

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