Schlechtes Qualifying für McLaren: Norris erstmals nicht in Q3

McLaren erlebte in Zandvoort kein gutes Qualifying: Daniel Ricciardo wurde Letzter in Q3, Lando Norris schaffte es erstmals 2021 gar nicht hinein

Schlechtes Qualifying für McLaren: Norris erstmals nicht in Q3

Das Qualifying von Zandvoort war für McLaren eine herbe Enttäuschung. Nicht nur, dass man das Duell gegen Hauptkonkurrent Ferrari klar verlor, vor allem die Startpositionen stimmen das Team von Andreas Seidl unzufrieden. Denn mit Platz zehn war Daniel Ricciardo der Besserplatzierte der beiden Piloten.

Lando Norris, der es als 15. sogar nur knapp aus Q1 herausschaffte, blieb erstmals in dieser Saison sogar in Q2 hängen und wurde nur 13. "Da kamen ein paar kleine Dinge zusammen", hadert der Brite.

Da wäre zum einen die starke Konkurrenz. "Das Feld ist extrem eng und die meisten Leute kämpfen um Q3", sagt er. Selbst Alpine und Alfa Romeo, die McLaren eigentlich sonst im Griff hat, waren in Zandvoort nah dran - oder schneller.

"Ich denke, das Auto war auch schon einmal konkurrenzfähiger", merkt er an. "Ohne eine perfekte Runde und ohne ein bisschen Windschatten von einem anderen Auto ist es extrem schwierig, in Q3 zu kommen."

Keine zweite Chance nach roten Flaggen

Das hat aber Teamkollege Ricciardo geschafft. "Es war also möglich, aber ich habe nicht die perfekte Runde hinbekommen und habe auch keine zweite Chance bekommen, nachdem meine erste Runde nicht so gut war", so Norris.

Denn das war ein weiteres Problem: Weil die beiden Williams von George Russell und Nicholas Latifi in den Schlussminuten von Q2 verunfallten, konnte Norris keine weitere Zeit setzen. Doch ob es ohne die roten Flaggen gereicht hätte, da ist er sich nicht sicher: "Ich werde nicht lügen. Wir waren so an der Grenze, und ich bin nicht zuversichtlich, dass wir locker Fünfter oder Sechster hätten sein können."

 

"Daniel hat es geschafft, aber ich hatte einfach nicht das nötige Vertrauen in das Auto, um alles richtig zu machen und die Runde zu schaffen, wie er es getan hat", so der Brite. Besorgt über die Form ist er aber nicht: "Ich ärgere mich nur darüber, dass ich nicht gut genug war."

"Aber das ist mein erstes Wochenende in diesem Jahr, an dem wir einfach nicht alles zusammengebracht haben, als wir es brauchten. Natürlich ist es umso schlimmer, dass es hier in Zandvoort passiert ist, denn morgen wird es kein einfacher Tag, um es wieder gutzumachen."

Ricciardo ärgert sich über letzten Q3-Rang

Teamkollege Ricciardo konnte sich immerhin über den teaminternen Sieg freuen, doch der letzte Platz in Q3 mit knapp 1,3 Sekunden Rückstand erfüllt ihn auch nicht mit Freude. Denn plötzlich ging es für ihn und sein Auto nicht mehr weiter nach vorne.

Während Q1 mit Platz neun und Q2 mit Platz sechs recht ordentlich waren, konnte er in Q3 nicht mehr die Zeit finden. "Wir haben Speed verloren und ich bin mir nicht sicher warum", sagt er. "Ich habe schon in Kurve 1 etwas Gripverlust gespürt."

"Es könnte sein, dass sich die Bedingungen nach der roten Flagge verändert haben, weil sich der Wind gedreht hat oder so. Aber alle anderen konnten auch noch einmal zulegen", lässt er das als Ausrede nicht gelten. "Platz zehn in Q3 ist der Schlechteste, von daher bin ich natürlich frustriert. Bis dahin sah es eigentlich ganz gut aus."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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