Schlechtes Wochenende, trotzdem erneut Punkte für George Russell

Der Erfolgsrun von George Russell ist auch in Monza nicht abgerissen, obwohl Williams einen Fehlstart ins Wochenende erwischt hat

Schlechtes Wochenende, trotzdem erneut Punkte für George Russell

George Russell hat beim Grand Prix von Italien in Monza zum dritten Mal in den vergangenen vier Rennen WM-Punkte geholt. Nach Platz acht in Ungarn und dem sensationellen zweiten Platz beim Abbruchrennen in Belgien kämpfte sich der Williams-Pilot am Sonntag vom 14. Startplatz noch auf Rang neun nach vorn.

"Dreimal Punkte in vier Rennen: Das ist doch verrückt!", strahlt Russell. "Was dieses Team einfach unglaublich gut hinkriegt, ist, das Beste draus zu machen, wenn andere Fehler machen, zum Beispiel mit der Strategie, und solche Chancen zu nutzen. Denn unser Auto ist eigentlich nicht schnell genug, um in vier Rennen dreimal in die Punkte zu fahren."

Dabei hatte Monza für Russell ganz und gar nicht nach Wunsch angefangen. Im Freitagstraining wurde er 17., 2,2 Sekunden hinter der Bestzeit von Lewis Hamilton. Dass er im Qualifying ins Q2 rutschte, war pures Glück. Hätte die Rennleitung nicht Yuki Tsunoda wegen Tracklimits die Zeit gestrichen, wäre er als 16. ausgeschieden.

So startete er immerhin als 15. in den Sprint am Samstag, und in der Startaufstellung für Sonntag war Russell dann 14. Dass es letztendlich noch Punkte werden, damit hätte er nicht gerechnet: "Als Team haben wir definitiv was richtig gemacht. Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir diese Ergebnisse jetzt ziemlich regelmäßig nach Hause bringen."

 

 

"Diese ersten Punkte in Budapest waren eine Riesenerleichterung. Seither arbeiten wir tagein, tagaus daran, unser Paket zu maximieren, und wir sind ein bisschen mutiger geworden, auch einfach mal was auszuprobieren. Irgendwie klappt das gerade ganz gut. Und dadurch werden alle im Team selbstbewusster und kommen ins Momentum."

Am Ende lag Russell an neunter Stelle, 2,5 Sekunden hinter Fernando Alonso, aber 1,1 Sekunden vor Esteban Ocon, dem Sieger des Ungarn-Grand-Prix. Selbst Teamkollege Nicholas Latifi erzielte als Elfter, 2,9 Sekunden hinter Ocon, ein respektables Ergebnis. "Das war nicht unser bestes Wochenende, aber wir sind trotzdem Neunter", freut sich Russell.

"Wir hatten zum ersten Mal seit langem einen Monza-Heckflügel, aber der reagierte nicht wie gehofft. Wir hatten einfach Balanceprobleme, und das Sprintformat hat nicht geholfen. Wenn alles gleich im ersten Training sitzt, wie es meistens der Fall war, kannst du danach gleich Quali fahren, kein Problem. Aber wir mussten dem Training nochmal komplett umbauen", sagt Russell.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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