"Schneller, als sie aussieht": Carlos Sainz fährt erste Runde in Madrid
Carlos Sainz konnte am Steuer eines GT-Autos eine Runde auf dem neuen Madring absolvieren - Welche Eindrücke hat der Williams-Pilot dabei gewonnen?
So soll es einmal aussehen, wenn die Formel 1 auf dem Madring fährt
Foto: Madrid Grand Prix
Das Formel-1-Debüt des Madrings rückt immer näher. Am Wochenende vom 11. bis zum 13. September wird die Königsklasse zum ersten Mal auf der neuen Strecke in der spanischen Hauptstadt Madrid gastieren. Carlos Sainz durfte den Kurs nun erstmals testen.
Obwohl die Strecke noch nicht vollständig fertiggestellt ist, läuft alles nach Plan, und es wird erwartet, dass die Fristen eingehalten werden, sodass alles rechtzeitig für die FIA-Inspektion am 31. Mai bereit ist.
Nachdem der Asphalt verlegt worden war, setzte sich der spanische Williams-Pilot in ein Sportwagen-Cockpit, um auf dem 5,4 Kilometer langen Kurs mit seinen 22 Kurven zu fahren.
Die Strecke überraschte Sainz dabei. Laut ihm ist sie "schneller, als sie aussieht", dank ihrer schnellen, flüssigen Kurven, harten Bremspunkte, blinden Passagen und vor allem der "La Monumental", die Sainz als "von Madrid in den Himmel" beschreibt.
Wie erwartet begann der Spanier seine erste Runde auf dem Madring auf der Start-Ziel-Geraden, bevor er Kurve 1 erreichte, die er als klare "Überholstelle" sieht, an der "man mit dem Auto ein bisschen arbeiten muss".
Im Anschluss gefiel ihm die ein Kilometer lange Gerade, auf der die Fahrer mehr als 320 km/h erreichen können. Gleichzeitig warnte er jedoch: "Man muss sehr strategisch damit umgehen, wie man die Batterie in Kurve 1 und Kurve 4 einsetzt, um zu überholen."
Der Tunnelabschnitt und der anschließende Anstieg (Kurven 6 und 7) fühlen sich für Sainz sehr gut an, bevor man Kurve 8 erreicht, die komplett blind sein wird. Direkt danach folgt eine Schikane sowie "deutlich schnellere Kurven, in denen wir im Formel-1-Auto Vollgas geben können".
Es ist ein Abschnitt, bei dem Sainz auch die Streckenbreite hervorhob, die Rad-an-Rad-Duelle ermöglichen werde. Der Höhepunkt kommt in Kurve 12 ("La Monumental"): "Wir werden dort mit Vollgas hineinfahren, auch wenn wir in der Mitte vielleicht leicht lupfen müssen, damit die Vorderachse greift."
"Das hat mich am meisten beeindruckt: der Höhenunterschied in der Mitte von 'La Monumental', und man kommt komplett blind heraus. Man sieht nur den Himmel. Von Madrid in den Himmel", berichtet er.
Seine Erfahrung mit dem GT-Auto in "La Monumental" übertraf sogar seine Erwartungen: "Ich dachte, 'La Monumental' hätte einfach nur Banking, aber plötzlich ist sie nicht nur überhöht, sondern auch blind. Eine gute Mischung aus allem."
Beim Erreichen von Kurve 13 gab der in Madrid geborene Fahrer an, dass er dort eine weitere "Überholstelle" erwartet, bevor eine Serie schneller Kurven folgt, die ihn "an Spa und Silverstone" erinnern.
Nach einem weiteren kleinen Tunnel folgt eine Kurvenkombination mit "einer Mauer, die uns alle überraschen könnte" in Kurve 20. Danach geht es in zwei langsame Kurven und zurück auf die Start-Ziel-Geraden, die ebenfalls "eine wichtige Überholstelle" sein wird.
Diese erste Runde eines Formel-1-Fahrers auf dem Madring markiert einen weiteren Meilenstein für die spanische Hauptstadt, die 2026 nach 45 Jahren Abwesenheit in den Formel-1-Kalender zurückkehrt.
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