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Formel 1 Barcelona

Schuhe verbrannt, aber trotzdem auf Pole: Norris-Märchen nach Feuerschock

Ideal war die Vorbereitung für Lando Norris auf das Qualifying in Barcelona nicht: Auch er hatte einige Feuer-Opfer zu bringen, wurde aber mit der Pole belohnt

Schuhe verbrannt, aber trotzdem auf Pole: Norris-Märchen nach Feuerschock

Manchmal könnte man das Gefühl bekommen, dass der Renngott möchte, dass man Erfolge in Barcelona mit etwas anderem büßt. Als Pastor Maldonado 2012 völlig überraschend seinen ersten und einzigen Sieg in der Formel 1 holte, ging danach die komplette Williams-Garage in Flammen auf.

Ähnlich war es am gestrigen Samstag bei McLaren - mit dem Unterschied, dass Lando Norris seine Buße schon vor dem eigentlichen Erfolg getan hat. Denn das Feuer kam, bevor der McLaren-Pilot am Nachmittag die Poleposition auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya holte.

Es war nur wenige Minuten vor dem Beginn des dritten Freien Trainings am Samstag, als plötzlich Rauch aus dem McLaren-Motorhome im Fahrerlager drang. Sofort wurde das Gebäude evakuiert, und alle Crew-Mitglieder und Gäste wurden nach draußen geschickt. "Ich war im Motorhome und musste raus", beschreibt Oscar Piastri die Situation.

 

Von draußen mussten Piastri, Norris und Geschäftsführer Zak Brown mit anschauen, wie Einsatzkräfte unter Mithilfe der Pirelli-Mitarbeiter wie Teilzeit-Rettungssanitäter Mario Isola versuchten, das Feuer in den Griff zu bekommen - vergeblich.

Auch die naheliegenden Hospitalitys von Pirelli und Alpine mussten geräumt werden, bis irgendwann am späten Nachmittag Entwarnung gegeben werden konnte. Der Grund war da aber noch unklar: Möglicherweise hat ein Kabelbrand in der Küche das Feuer ausgelöst.

Und während sich Zak Brown draußen um seine Gäste kümmerte, waren Norris und Piastri schon längst nicht mehr da. Denn sie mussten bereits wieder im Auto sitzen, weil das Abschlusstraining kurz nach dem Ausbruch des Feuers auf dem Programm stand.

"Habe meine Schuhe verloren"

Zumindest für eine Stunde herrschte für sie Normalität - zumindest in weiten Teilen. Allerdings musste auch Norris im Feuer ein paar Opfer bringen: "Ich habe meine Schuhe verloren", verrät er. "Aber schlimmer war es für mich nicht."

 

"Ich habe von allen ein oder zwei Sätze, und ich denke, dass sie ein paar Dinge rausbekommen haben, aber manches ist nicht mehr unbedingt in bestem Zustand oder stinkt durch das Feuer ziemlich", so der Brite, der allen voran erst einmal froh ist, dass niemandem etwas Gröberes zugestoßen ist. "Das ist die beste Nachricht."

Zwar bestätigt Brown gegenüber Sky, dass ein Mitarbeiter von McLaren zunächst ins Krankenhaus musste, "aber er ist mittlerweile wieder raus, von daher kann ich freudig sagen, dass es allen gut geht - im Gegensatz zu unserem Motorhome."

Gestörte Vorbereitung: Diesmal keine laute Musik

Denn das konnte nach dem Feuer natürlich nicht mehr benutzt werden. Für die Fahrer hieß das auch, dass sie vor dem Qualifying nicht ihre übliche Routine erfahren konnten. Denn das Motorhome ist für sie natürlich auch eine Art Rückzugsort, wo sie sich noch einmal auf die anstehende Session fokussieren können.

Doch Norris sieht darin kein großes Problem, außer: "Vielleicht konnte ich nicht so viel relaxen und chillen, wie ich es normalerweise tue", sagt er. "Ich höre gerne im Vorfeld Musik, und Oscar beschwert sich immer, dass meine Musik so laut ist - und das hatte ich diesmal nicht."

Vor dem Qualifying wurden die Fahrer aber in anderen Räumen untergebracht, sodass es laut Piastri "keine Ablenkung" war. Der Australier verbrachte die Zeit vor dem Qualifying im Teamtruck, Norris war in Browns Büro untergebracht. "Zak war nicht ganz glücklich", lacht Norris, "aber um ehrlich zu sein, war das kein Problem."

Dank für großartige Unterstützung

"Ich war nie der Typ, der sich über solche Dinge beschwert. Ich könnte auch einfach nichts tun und dann einfach ins Auto springen, wenn ich muss, aber wenn man ein paar Minuten für sich hat, nimmt man die natürlich, weil du einfach relaxen und in Gedanken versinken willst, bevor du rausfährst", so Norris.

"Aber das hatte ich heute nicht. Vielleicht wird es mich morgen mehr beeinflussen, wenn ich die Ruhezeit nicht bekomme, die ich liebe. Aber das ist nicht das Ende der Welt, von daher werde ich mich nicht beschweren."

Wichtiger ist ohnehin, dass bei dem Vorfall niemand ernsthaft verletzt wurde. Und Norris freut sich, den Zusammenhalt im Formel-1-Paddock zu sehen, weil McLaren von vielen Seiten Unterstützung bekam. "Das war großartig", sagt er. "Viele Teams waren sehr nett zu uns und haben Hilfe angeboten. Von der Seite war das alles gut."

Und sportlich war nach dem Feuer ohnehin alles gut. Die rauchig stinkenden Klamotten dürfte Norris nach der Poleposition gerne in Kauf genommen haben. Bleibt nur zu hoffen, dass das Schicksal nach einem eventuellen Sieg nicht wieder eine unangenehme Überraschung parat hat.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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