Schumacher-Ferrari kommt unterm Hammer: Ein Detail macht ihn einmalig
Ein Stück Formel-1-Geschichte steht zum Verkauf - Der Ferrari F310 B aus 1997 könnte Millionen einbringen - Er wurde von Schumacher und Irvine gefahren
Michael Schumacher im Ferrari F310B
Foto: Sutton Images
Für gutbetuchte Formel-1-Fans und Sammler bietet sich eine seltene Gelegenheit: Ein Ferrari F310 B aus der Saison 1997 wird vom Auktionshaus RM Sotheby's versteigert. Der Schätzwert für den Boliden aus Maranello liegt zwischen 5,5 und 7,5 Millionen Euro. Gefahren wurde das Auto von Michael Schumacher und Eddie Irvine.
Laut der Beschreibung des Auktionshauses befindet sich das Auto in einem bemerkenswerten Originalzustand. Es verfügt noch über den ursprünglichen Motor, das Getriebe, das Chassis sowie die Karosserie. Ein entscheidendes Detail für Sammler: Das Chassis mit der Nummer 179 wurde im Januar 2007 von Ferrari Classiche zertifiziert und wird inklusive des begehrten "Red Book" - der Zertifizierung von Ferrari - angeboten.
Zum Lieferumfang gehört zudem ein umfangreiches Zubehörpaket. Dieses umfasst unter anderem einen Satz BBS-Ersatzfelgen, Renngurte, Handgebläse zur Kühlung und Wagenheber. Diese Teile können auf Kosten des Käufers separat aus den USA verschifft werden.
Einsatz in Spa, Monza und Spielberg
Das Chassis 179, angetrieben von einem 3-Liter-V10-Motor, hatte seinen ersten Auftritt beim Grand-Prix-Wochenende in Belgien 1997. Der damalige Ferrari-Star Schumacher nutzte den Wagen im Qualifying, entschied sich für das Rennen jedoch für ein älteres Chassis. Der F310 B mit der Nummer 179 galt damals als besser geeignet für Bedingungen mit wenig Grip.
Während Schumacher das Auto in Spa nicht im Renneinsatz bewegte, griff sein Teamkollege Irvine darauf zurück. Der Nordire bestritt mit diesem Chassis die Grands Prix von Italien und Österreich.
Historisch ist die Saison 1997 vor allem durch das dramatische Finale in Erinnerung geblieben. Schumacher beendete das Jahr sportlich zwar mit 78 Punkten auf dem zweiten Platz hinter Jacques Villeneuve, wurde jedoch wegen der Kollision mit dem Kanadier beim Saisonfinale in Jerez nachträglich aus der Wertung genommen. Irvine schloss die Saison mit 24 Punkten auf dem siebten Gesamtrang ab.
Letztes Werk von John Barnard
Der F310 B markiert auch technisch einen Wendepunkt bei der Scuderia: Es war der letzte Ferrari, der von Design-Legende John Barnard entworfen wurde. Der Brite hatte das Team aus Maranello noch vor dem Start der Saison 1997 verlassen.
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere verkaufte Ferrari das Chassis 179 im Jahr 1999 zunächst an eine kleine Gruppe von Sammlern. Im Jahr 2014 wurde der Wagen vom Audrain Auto Museum in Newport (Rhode Island) erworben. Die Auktion findet am Mittwoch, den 28. Januar, bei RM Sotheby's in Paris statt.
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