Schumacher schafft Q2-Einzug: "Haben uns das als Team wirklich erarbeitet"

In Istanbul fährt Formel-1-Rookie Mick Schumacher sein bestes Qualifying-Ergebnis ein und bringt Haas zum Jubeln - Was den Deutschen am Samstag so stark machte

Schumacher schafft Q2-Einzug: "Haben uns das als Team wirklich erarbeitet"

Zum zweiten Mal in seiner Formel-1-Karriere schaffte Mick Schumacher am Samstag den Sprung in Q2: Beim Qualifying zum Grand Prix der Türkei kam der Haas-Pilot als 14. der ersten Session eine Runde weiter und sicherte sich mit einer Rundenzeit von 1:25.200 schließlich Startplatz 14 für das morgige Rennen.

"Zum Glück sind keine Mikrofone oder Kameras an in der Zeit", kommentiert Schumacher den Moment, in dem er erfuhr, dass es für Q2 gereicht hat. "Ich bin sehr glücklich. Und ich glaube, dass wir als Team uns das jetzt auch wirklich erarbeitet haben."

"Wir haben die richtige Entscheidung getroffen. Wir sind im richtigen Moment rausgefahren mit den richtigen Reifen und können dementsprechend wirklich happy sein", freut sich Formel-1-Rookie, der sich am Ende von Q1 auf abtrocknender Strecke mit frischen Reifen noch einmal deutlich steigern konnte.

Schumacher: Das war der Schlüssel zum Erfolg

Auf die Frage, warum es am Samstag in Istanbul so gut geklappt hat, sagt Schumacher: "Wahrscheinlich waren es auch die Mischbedingungen. Das ist etwas, das mir Spaß macht und mir liegt. Dementsprechend fühle ich mich wohl und kann das Auto so fahren, wie es gefahren werden muss. Ich kann es wirklich natürlich fahren."

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg: "Das Auto auf der Strecke zu behalten. Das ist wirklich wichtig hier. Wir wissen, dass in Kurve 1 und 2 Streckenbegrenzungen da sind und dass wir da nicht drüber fahren dürfen, weil sonst die Runde kaputt ist oder weg ist."

Die Erfahrung musste Schumachers Teamkollege Nikita Masepin machen, dem der Deutsche im Qualifying mehrere Sekunden abnahm. "Er kommt mit Kurve 1 einfach nicht zurecht. Als er auf einer schnellen Runde war, wurde ihm die Zeit aberkannt, weil er dort die Tracklimits überschritten hatte", erklärt Teamchef Günther Steiner.

Steiner lobt Schumacher und Arbeit des Teams

Dafür war die Freude über das Abschneiden auf der anderen Seite der Box umso größer. "Er zeigt, dass man mit harter Arbeit - auch wenn das Auto nicht so gut ist - immer noch Ergebnisse erzielen kann", lobt Steiner den deutschen Rookie für Startplatz 14.

"Alle haben einen großartigen Job gemacht, sowohl Mick am Steuer als auch das Team, das in einer schwierigen Situation mit wechselndem Regen keine Fehler machte. Alles lief wie am Schnürchen. Was kann man sich im Moment mehr wünschen."

 

Anders als in Le Castellet, wo Schumacher seinen ersten Q2-Einzug schaffte, wegen eines Unfalls aber nicht antreten konnte, war er diesmal in der Lage, die zweite Session auch wirklich zu bestreiten. Wie fühlte sich die Premiere an? "Es war anders. Ungewohnt, aber ich mache es mir gerne zur Gewohnheit", so der Deutsche.

Sind erste Punkte möglich? Das sagt Schumacher

"Wie gesagt, ich habe mich sehr gefreut und es dann einfach genossen, in Q2 zu fahren, und habe trotzdem versucht, mein Bestes zu geben. Vielleicht hätte es ja doch reichen können. Aber ich glaube, dass wir einen Schritt nach dem anderen machen, und bis jetzt haben wir es wirklich gut gemacht. Hoffentlich läuft es auch morgen so."

Das Ziel seien wie immer Punkte, doch Schumacher weiß: "Wir haben ein paar sehr schnelle Autos um uns herum, die in der Rennpace etwas besser sind. Aber mit ein bisschen Glück, ein bisschen Regen können wir vielleicht etwas Gutes draus machen."

"Mit ein paar Umständen, die uns zugutekommen", hält der Haas-Pilot Punkte für durchaus möglich. "Im Endeffekt müssen wir abwarten. Es ist eine Strecke, die sehr hart an den Reifen frisst. Da müssen wir schauen, wie wir die Reifen am längsten in einer guten Form behalten können, um dann mit den anderen mitfahren zu können."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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