Ralf Schumacher zählt James Vowles an: "Ein Riesenproblem"
Für Ralf Schumacher ist Logan Sargeant in der Formel 1 überfordert, was er auch Teamchef James Vowles ankreidet, der laut ihm ebenfalls aufpassen muss
Wie viel Zeit bekommt Logan Sargeant noch im Formel-1-Cockpit? Der Amerikaner hatte von Williams trotz durchwachsener Leistung 2023 einen neuen Vertrag für die aktuelle Saison bekommen, sonderlich viel Besserung eingestellt hat sich bislang aber nicht.
Sargeant schied bislang in jedem Qualifying in Q1 aus (bester Startplatz: P18) und landete in allen Qualifyings und Rennen hinter seinem Teamkollegen Alexander Albon (zur Übersicht der Duelle). Zuletzt in Japan schrottete er seinen nach Australien wieder aufgebauten Williams gleich im ersten Training und rutschte im Rennen in das Kiesbett, wodurch er Letzter wurde.
Für Ex-Pilot Ralf Schumacher wäre es daher an der Zeit, dass Williams etwas an der Fahrerposition ändert, auch wenn er nicht glaubt, dass bis zu Sargeants Heimspiel in Miami etwas passieren wird.
"Man muss fair sein: Er ist definitiv näher herangekommen an Albon, aber er macht einfach zu viele Fehler", urteilt der Deutsche gegenüber Sky. "Und das ist ein Beweis dafür, dass er das Auto überfährt, dass der Film, sagt man so schön, für ihn einfach zu schnell ist und dass er überfordert ist mit der Situation."
Schumacher nimmt diesbezüglich aber auch Teamchef James Vowles in die Pflicht, der für ihn in dieser Saison noch nicht die beste Figur abgegeben hat. "Ich glaube, auch er muss jetzt ein bisschen auf sich selbst achten", sagt er.
Teamchef James Vowles hat es 2024 bislang schwer Foto: Motorsport Images
Trotzdem steht unter dem Strich die Null, obwohl Vowles mittlerweile deutlich bessere Möglichkeiten zur Verfügung stehen sollten als noch vor wenigen Jahren, meint Schumacher.
"Ich würde mich da nicht wundern, dass er da auch nicht unbedingt auf der Bestseller-Liste bei seinem Besitzer steht", sagt er. "Von ihm wird jetzt verlangt, dass sich da schleunigst was ändert."
Und dabei seien die Umstände für Williams eigentlich günstig, "wo ein Team wie Haas nicht richtig in die Pötte kommt", wo Alpine chancenlos hinterherfährt und wo ein Team wie Sauber ebenfalls zu kämpfen hat und sich durch schlechte Boxenstopps um alle Möglichkeiten bringt.
"Es ist ja viel einfacher", urteilt Schumacher. "Das Team müsste viel besser dastehen, als es das tatsächlich tut. Und das ist ein Riesenproblem auch für den Teamchef."Mit Bildmaterial von Motorsport Images.
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