Schwarzer Sonntag für McLaren: Defekte bei Norris und Piastri verhindern Start
Absolutes Technik-Desaster bei McLaren unmittelbar vor dem Start - Lando Norris und Oscar Piastri in China zum Zusehen verdammt
Bitterer Tag für McLaren: Sowohl Lando Norris als auch Oscar Piastri konnten in China nicht startenMcLaren Shanghai 2026
Foto: LAT Images
Hektik pur in der McLaren-Garage unmittelbar vor dem Start zum Großen Preis von China. Die Briten kämpften gegen die Uhr, um die Boliden von Weltmeister Lando Norris und Oscar Piastri überhaupt noch fahrbereit zu bekommen. Auch für einen Start aus der Boxengasse war es zu spät.
Norris hatte sich am Samstag den 6. Startplatz gesichert, schaffte es aber vor dem Schließen der Boxenampel nicht mehr auf die Strecke. Um der Ursache für den plötzlichen Defekt auf den Grund zu gehen, mussten die Mechaniker sogar den Unterboden am Auto des amtierenden Champions abmontieren. Während die Uhr unerbittlich in Richtung der Formationsrunde tickte, wurde fieberhaft am Papaya-Boliden geschraubt.
"Wir haben ein Problem auf der Elektronikseite festgestellt, weshalb wir den Unterboden abgenommen und eine Reihe von Teilen überprüft haben", hieß es seitens McLaren. Anders als gehofft, konnte das Problem an Norris Boliden vor dem Start nicht mehr behoben werden. "Die Jungs haben wirklich alles versucht, um das in den Griff zu bekommen oder eine Lösung zu finden, aber wir haben es nicht geschafft", so der Brite enttäuscht. Für Norris ist es das erste Mal, dass er einen Grand Prix nicht starten konnte.
Doppel-Ausfall vor dem Erlöschen der Ampel
Laut Norris wusste das Team schon eine Stunde vor dem Start von dem Problem, doch fand keine Möglichkeit, es zu beheben. Doch das Drama nahm noch größere Ausmaße an. Keine zehn Minuten vor dem Rennstart musste auch Piastri.
Norris Teamkollege hatte sich eigentlich auf Position 5 qualifiziert, wurde aber samt Auto aus der Startaufstellung zurück in die Box geschoben. Wie bereits erwähnt, handelte es sich auch bei dem Australier um einen Defekt an der Elektronik, das laut Stella noch analysiert werden muss. (Zum Rennbericht)
McLaren spricht derzeit von zwei unterschiedlichen Elektronikproblemen, die jetzt genauer analysiert werden sollen. Für die Truppe aus Woking ist es bereits das zweite Pre-Race-Drama in Folge. Schon beim Saisonauftakt in Melbourne hatte Piastri seinen Wagen auf der Erkundungsrunde auf dem Weg in die Startaufstellung in die Mauer gesetzt.
Audi und Williams teilen McLaren-Schicksal
Auch bei Audi herrschte vor dem Start plötzlich Alarmstufe Rot. Gabriel Bortoleto hatte es zwar regulär in die Startaufstellung geschafft, doch rund 15 Minuten vor dem Beginn der Formationsrunde schoben die Mechaniker den Boliden des Brasilianers kurzerhand zurück in die Garage.
Auch hier werden böse Erinnerungen wach: Bortoletos Teamkollege Nico Hülkenberg konnte in Australien nach einem ähnlichen Last-Minute-Defekt gar nicht erst zum Rennen antreten.
Auch Alexander Albon durfte beim Start nur zuschauen. Williams hatte den FW47 des Thailänders nach einem enttäuschenden Qualifying (Platz 18) aus dem Parc ferme genommen, um die massiven Balance-Probleme kurzfristig mit weitreichenden Set-up-Änderungen in den Griff zu bekommen. Ein Start kam dennoch nicht zustande.
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