"Schwer zu sagen": Wann Aston Martin mit einer Lösung für Vibrationen rechnet
Aston Martin kämpft auch in China wieder mit starken Vibrationen: Warum Mike Krack trotzdem zuversichtlich ist, aber auch das Chassis des AMR26 ein Problem ist
Aston Martin will keinen finalen Zeitplan für eine Lösung nennen
Foto: LAT Images
Aston Martin bleibt weiterhin das Sorgenkind der Formel 1: Auch beim Großen Preis von China (Rennergebnis) sahen weder Fernando Alonso noch Lance Stroll die Zielflagge, obwohl das Team zuvor zuversichtlich war und sogar angekündigt hatte, das Rennen beenden zu wollen.
Doch das größte Problem sind weiterhin die starken Vibrationen des Honda-Motors, die bei Alonso in Shanghai sogar zu körperlichen Beschwerden führten. "Es ist schwierig", gibt Trackside Engineering Officer Mike Krack in China noch einmal zu. "Natürlich arbeitet jeder mit Hochdruck daran."
Und auch wenn es nach außen nicht so wirkt, können Honda und Aston Martin bereits die ersten Fortschritte vermelden. "Vor zehn Tagen sprachen wir von sechs Runden", erinnert Krack an den Saisonauftakt in Australien vor gut einer Woche, als die Schwierigkeiten noch deutlich größer waren.
"Und dann fanden wir Lösungen für das Problem, insbesondere für den am stärksten beanspruchten Punkt, die Batterie." Und vor dem nächsten Rennen in Japan bleibt etwas mehr Zeit, um an den aktuellen Problemen mit der Antriebseinheit von Honda zu arbeiten.
Mike Krack will keinen finalen Zeitplan nennen
"Ich bin ziemlich sicher, dass wir weitere Verbesserungen erreichen werden", zeigt sich Krack überzeugt, ohne jedoch ein Versprechen abgeben zu wollen, wann eine Lösung für die aktuellen Vibrationen gefunden sein wird. "Einen finalen Zeitplan zu geben, wann genau, ist sehr schwer zu sagen."
Vor dem Wochenende in China hatte Honda bereits angekündigt, erste Verbesserungen zu bringen. "Wir hatten hier einige zusätzliche Gegenmaßnahmen im Vergleich zu Melbourne", bestätigt auch der Aston-Martin-Verantwortliche, betont jedoch zugleich, dass "die Arbeit in allen Bereichen weitergeht".
Mit konkreten Angaben darüber, wie gut die Optimierungen funktioniert haben, hält sich Krack zurück. Der gebürtige Luxemburger bestätigt lediglich, dass man "keine anderen Probleme" hatte, abgesehen davon, dass Alonso das Rennen vorzeitig beendete. "Aber wir hatten keine Teile, die abgefallen sind oder ähnliches, was ebenfalls passieren kann."
Nichtsdestotrotz müsse die Arbeit weitergehen. "Wir müssen die Zuverlässigkeit des gesamten Pakets erhöhen, und dann müssen wir auch an der Performance arbeiten", betont der frühere Aston-Martin-Teamchef, der verrät: Die Vibrationen haben ausschließlich Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit, nicht jedoch auf die Performance.
Alonso bestätigt: Wir können Batterie vollständig laden
Die aktuellen Gerüchte, wonach der Honda-Motor nicht genug Leistung habe, um die Batterie auf einer Runde zu laden, räumt Alonso selbst aus. Das sei "nicht der Fall" und "für uns ist es kein Problem, sie vollständig aufzuladen", betont der Spanier.

Fernando Alonso musste das Rennen in China vorzeitig beenden
Foto: LAT Images
Der 44-Jährige verrät außerdem, dass man zwar nicht das volle Potenzial der Antriebseinheit, wohl aber das volle Potenzial des Chassis nutzen könne. Dennoch lag Aston Martin im China-Qualifying noch mehrere Sekunden zurück. (ANZEIGE: Die komplette Königsklasse des Motorsports live auf Sky)
"Wir müssen offensichtlich in mehreren Bereichen nachbessern, aber es ist nichts, was uns Sekunden kostet", deutet Krack an, dass Aston Martin selbst ohne die Honda-Probleme derzeit wohl noch nicht konkurrenzfähig wäre. "Man geht bei bestimmten Einstellungen vielleicht etwas konservativer vor, aber es kostet nicht viel Performance."
Eine große Hoffnung für Honda könnte das sogenannte ADUO-System (Additional Development and Upgrade Opportunities) sein. Hersteller, die mit Blick auf die Antriebseinheit noch im Rückstand sind, sollen zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten erhalten.
"Natürlich ist es klar, dass es umso besser ist, je früher wir Verbesserungen vornehmen können", sagt Krack dazu, schränkt anschließend jedoch ein: "Ehrlich gesagt war ich nicht in diese Gespräche involviert, daher befinden sich diese auf einer anderen Ebene."
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