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Sebastian Vettel als Flaschensammler: "Die Politik hat versagt!"

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Sebastian Vettel als Flaschensammler: "Die Politik hat versagt!"
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Sebastian Vettel und Lewis Hamilton betonen das Thema Umweltschutz und wünschen sich, dass jeder seinen Teil leistet - Flaschensammeln im Fahrerlager

Das Thema Umweltschutz ist mittlerweile auch in der Formel 1 angekommen. Schon seit längerem will die Königsklasse "grüner" werden und hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben - mit Hybridmotoren, einem geringeren Spritverbrauch und langlebigeren Bauteilen. Und es geht weiter: Bis 2030 will die Formel 1 komplett CO2-neutral unterwegs sein.

Lewis Hamilton gilt in der Szene als Gesicht des Umweltschutzes. Der Brite investiert in eine vegane Burgerkette und setzt sich in seinen sozialen Netzwerken für das Thema ein - auch wenn er dabei aufgrund seines Jobs reichlich Gegenwind bekommt. Er selbst hält sich nicht für sonderlich politisch, dennoch verfolgt er die Nachrichten so gut er kann.

"Ich finde es interessant zu sehen, was auf der Welt passiert", sagt er und spricht von einer "furchteinflößenden Zeit für uns alle". Hamilton ist vor allem besorgt darüber, dass es von den Mächten oben kaum Lösungen gibt. Und wenn, dann dauern sie ihm zu lange. "Die Welt ändert sich nur langsam", sagt er. "Ich sehe nicht, dass sich das in nächster Zeit drastisch ändern wird."

Nicht Thema Nummer eins

Auch die Formel 1 schließt er da in seine Kritik mit ein. Zwar ist er ein Befürworter der Ansätze, doch dass es zehn Jahre dauert, sie umzusetzen, findet er seltsam: "Ich verstehe nicht ganz, warum das nicht schneller geht", sagt er. "Und diese ganzen großen Unternehmen mit viel Geld und Macht können Veränderungen definitiv etwas schneller herbeiführen."

 

Hauptgrund dafür sei aber eigentlich, dass das Thema für die Regierungen und die Welt allgemein nicht die oberste Priorität hat. Bis das nicht auf Nummer 1 stehe, werde alles weiter langsam vorangehen, fürchtet er.

Der Meinung schließt sich auch Sebastian Vettel an. "Die Politik hat in der Vergangenheit versagt", stellt er den Verantwortlichen ein schlechtes Zeugnis aus. "Hoffentlich werden sie es bald hinkriegen und Lösungen finden", so der Deutsche. "Wir müssen uns der Sache annehmen, anstatt sie zu ignorieren, bevor es zu spät ist."

Vettel: "Das finde ich total assi!"

Er selbst möchte mit gutem Beispiel vorangehen und wurde schon öfters dabei beobachtet, wie er im Formel-1-Fahrerlager Plastikflaschen aufsammelt und in den Müll bringt. Dasselbe macht er auch, wenn er etwa im Wald Laufen geht. "Das finde ich das Schlimmste", sagt Vettel gegenüber 'ARD' und hasst es, wenn Leute ihren Müll einfach irgendwo hinschmeißen.

"Ich weiß nicht, ob einem das einfach aus der Hosentasche fällt. Mir ist das ein Rätsel, wie so etwas passieren kann. Für mich macht es keinen Sinn, dass man bewusst das Fenster aufmacht vom Auto oder einfach irgendwas fallen lässt. Finde ich total assi, das geht gar nicht!", ärgert er sich. "Entschuldige, wenn ich das so sage, wie es ist. Die Leute gibt's aber."

Er hofft, dass er zumindest ein paar wenige bekehren und ein schlechtes Gewissen machen kann - auch wenn ihm natürlich bewusst ist, dass einige das seltsam finden dürften. "Da fragen sich dann viele: 'Was will uns der denn vormachen? Selbst fliegt er Zehntausende von Kilometern in der Welt herum.'" Für Vettel ein "sehr deutscher Ansatz", wie er sagt.

Am Tisch mit Greta Thunberg

"Wir müssen aber weg von dieser Haltung und dahinkommen, dass sich jeder fragt, welchen Beitrag er selber leisten kann", so Vettel gegenüber der Schweizer Zeitung 'Blick'. "Jeder kann und muss etwas tun."

 

In diesem Zusammenhang findet er das Engagement von Umweltaktivistin Greta Thunberg äußerst positiv und hätte auf Nachfrage auch kein Problem damit, mal mit ihr Essen zu gehen. "Ich weiß aber nicht, ob sie Lust hat, mit mir an einem Tisch zu sitzen. Aus ihrer Sicht bin ich nicht gerade ein Vorbild", lacht er.

Doch genau darum geht es Vettel und Hamilton. Die Formel 1 ist ihr Job, der eben ein paar Unannehmlichkeiten mit sich bringt. Das heißt aber nicht, dass man nicht trotzdem etwas für die Umwelt tun kann. "Es gibt nicht viel, was wir als Individuen tun können, außer vielleicht zu versuchen, innerhalb der eigenen Blase etwas besser zu sein", sagt Hamilton. "Und wenn du eine Plattform hast, dann versuche, etwas Positivität auszustrahlen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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