Sebastian Vettel: Darum ist P15 am Freitag für ihn nicht relevant

Sebastian Vettel hat sich nach seiner feststehenden Strafe auf das Rennen konzentriert und daher keinen Blick für die Zeitentabelle

Sebastian Vettel: Darum ist P15 am Freitag für ihn nicht relevant

Für Sebastian Vettel war es in Austin ein Trainingsfreitag der etwas anderen Art. Denn weil schon feststeht, dass er aufgrund eines Motorenwechsels am Ende der Startaufstellung stehen wird, fuhr er ein etwas anderes Programm als sonst. Vettel konzentrierte sich vor allem auf die Rennvorbereitung und verglich auf Longruns die Mediums und die harten Reifen.

Dass er in der Zeitentabelle nur 15. war, stört ihn daher gar nicht: "Wir sind unser eigenes Ding gefahren, vor allem am Nachmittag", sagt er. "Es ist ein bisschen schwer, dann zu vergleichen."

Leichter dürfte ihm vielleicht der Vergleich der beiden Reifenmischungen fallen, wo es für ihn wichtig war, die direkte Referenz zu bekommen. "Die Bedingungen waren ähnlich wie wir es am Sonntag auch erwarten. In der Hinsicht war es sehr interessant", sagt der Aston-Martin-Pilot. "In der Stunde kann man ja nicht so viel machen, und die Zeit haben wir heute ganz gut genutzt."

Dass zeitentechnisch der Longrun auf dem harten Reifen besser war, will er nicht überbewerten: "Das ist ja normal. Ich bin ja praktisch reingefahren und habe nur die Reifen gewechselt, also war auch weniger Benzin im Tank", winkt er ab. "Deswegen ist der zweite Stint dann immer schneller."

"Es ist gut, dass wir die beiden Reifen ordentlich vergleichen konnten", sagt er weiter. "Wir haben viele Daten. Hoffentlich hilft uns das, die richtige Strategie zu wählen."

Die muss für ihn am Sonntag der Schlüssel sein, denn von ganz hinten braucht Vettel auch etwas Glück. "Wir wissen nicht, was die anderen machen. Wenn man natürlich die gespiegelte Strategie zu jedem anderen fährt und es bei den anderen nicht aufgeht, dann ist man der große Gewinner. Aber das weiß man ja vorher nicht", sagt er.

Er baut darauf, dass es am Sonntag mit rund 30 Grad recht heiß werden könnte: "Das ist für das Auto, die Reifen und uns Fahrer eine große Belastung. Hoffentlich wird irgendwas vor mir ermüden - seien es die Reifen oder die Lungen der anderen", lacht der Deutsche. "Hoffentlich bleiben wir cool und managen das Rennen gut."

Noch bleibt ihm am Samstag eine weitere Stunde, um sich auf das Rennen vorzubereiten. Das Qualifying am Nachmittag ist hingegen eine fast brotlose Angelegenheit - aber nur fast. Denn zumindest einen Platz gilt es für Vettel zu gewinnen.

Denn weil auch George Russell am Ende des Feldes starten muss, wird das Qualifying zwischen beiden entscheiden, wer weiter vorne starten darf - das ist in Artikel 36.3 d) des Sportlichen Reglements geregelt.

"Ich weiß nicht, wie weit er gehen möchte und wie weit ich gehen möchte", sagt Vettel. "Der Hauptfokus liegt auf dem Rennen. Aber idealerweise bekommen wir den einen Platz."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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