Sebastian Vettel: Formel-1-Kalender muss umweltfreundlicher werden

Warum der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel glaubt, dass die Formel 1 bei ihrer Kalenderplanung umdenken sollte und ob das bereits passiert

Sebastian Vettel: Formel-1-Kalender muss umweltfreundlicher werden

Sebastian Vettel hat die Formel 1 für ihren Rennkalender kritisiert. Im Gespräch mit dem 'Spiegel' sagte der deutsche Rennfahrer, der aktuelle Terminplan der "Königsklasse" sei "wenig sinnvoll", weil er "zu sehr den Interessen einzelner Länder und einzelner Sponsoren" folge.

Tatsächlich reist die Rennserie im Saisonverlauf mehrfach quer durch ganze Kontinente und verbindet nicht alle Reisen so miteinander, dass möglichst kurze Transportwege entstehen.

Andere Sportarten, sagt Vettel, hätten die Zeichen der Zeit schon erkannt. Der Skizirkus zum Beispiel wolle seinen Reiseaufwand reduzieren und "künftig vermeiden, ständig zwischen Österreich, der Schweiz und anderen Alpenländern zu pendeln", so Vettel. Stattdessen wolle man dort einen "sinnvollen Zug durch den Winter" umsetzen.

Vettel: Auch Flugshows müssen nicht sein!

Daran könne sich die Formel 1 ein Beispiel nehmen und bei der Gelegenheit auch "die sinnlose Ressourcenverschwendung bei Flugshows" einstellen, meint Vettel mit Blick auf die Fly-Over-Zeremonien bei manchen Rennen, die von Sponsoren abgehalten werden.

"Das sind Dinge, die man sehr schnell anpacken kann und deren Änderung eine große Wirkung hätte", sagt Vettel. Und er glaubt, zumindest eine gewisse Bereitschaft seitens der Formel 1 erkannt zu haben.

"Es wird zumindest darüber geredet. Die Formel-1-Betreiber haben mich zuletzt in Monte Carlo zu einem runden Tisch über Umweltthemen eingeladen. Da stand auch der Rennkalender zur Diskussion", erklärt Vettel. "Ich hoffe, das wird jetzt angepackt."

Aston-Martin-Fahrer Vettel hat sich in jüngster Zeit verstärkt für Umweltthemen stark gemacht und vor dem Österreich-Grand-Prix in Spielberg gemeinsam mit Kindern ein Bienenhotel eingerichtet. Auch Ex-Champion Nico Rosberg, der seine Karriere 2016 beendet hatte, ist inzwischen ein Verfechter für mehr Umweltbewusstsein.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Gerhard Berger: Nur ein Wechsel zu Ferrari hätte für Hamilton Sinn ergeben

Vorheriger Artikel

Gerhard Berger: Nur ein Wechsel zu Ferrari hätte für Hamilton Sinn ergeben

Nächster Artikel

Die Hintergründe: Das sagt Toto Wolff über Hamiltons neuen Vertrag

Die Hintergründe: Das sagt Toto Wolff über Hamiltons neuen Vertrag
Kommentare laden