Sebastian Vettel: Formel-1-Teams sollten Überschüsse spenden!

Sebastian Vettel sieht die Formel 1 in der Pflicht, Gutes zu tun: Deshalb sollten Gewinne überhalb einer bestimmten Grenze gespendet werden

Sebastian Vettel: Formel-1-Teams sollten Überschüsse spenden!
Audio-Player laden

Die Teams müssen im Rahmen der Budgetobergrenze operieren, damit die Kosten in der Formel 1 nicht explodieren. Auch eine Gehaltsobergrenze für die Fahrer wird immer wieder auf den Tisch gebracht, doch sowohl Sebastian Vettel als auch Lewis Hamilton sind dagegen. Vettel, der seinen Helm nach der Saison 2022 an den Nagel hängen wird, hat für die Formel 1 einen anderen Vorschlag: Die Königsklasse und ihre Teams sollte alle großen Überschüsse spenden.

Laut Hamilton sind die Gehälter mit dem Sport gewachsen und sollten deshalb nicht gedeckelt werden, auch weil junge Fahrer, die viel Geld in ihre Karriere investiert haben, dann nicht mehr die erhofften Rückflüsse erhalten. Vettel stimmt dem zu und sieht die Budgetobergrenze als ausreichend an, um die Kosten in der Formel 1 in den Griff zu bekommen. Dadurch könnten die Teams sogar noch mehr Gewinne einfahren als zuvor, so der Deutsche.

"Ich denke, diese Gewinne sollten gedeckelt werden", meint Vettel, der aktuell für Aston Martin ins Steuer greift. "Alles was über diesen Betrag hinaus geht, sollte in einen Pool fließen, woraus Gelder abgezapft werden können, um einen positiven Einfluss zu haben." Vettel glaubt aber, dass sein Vorschlag auf taube Ohren stoßen würde, weshalb er das Thema nicht weiter verfolgt.

Vettel geht sogar noch einen Schritt weiter und prangert die Gier an: "Ist es nicht ein seltsamer Zufall, dass es das erste Mal ist, dass Teams mit dem Rennsport in der Formel 1 Geld verdienen können, und dann taucht so etwas wie die Gehaltsobergrenze für Fahrer auf? Ich denke nur ... ist das nicht lustig?"

Fernando Alonso spricht sich ebenfalls gegen eine Decklung für Fahrergehälter aus. Der Spanier macht den Verdienst aber nicht davon abhängig, ob er in der Formel 1 startet oder nicht: "Wir alle lieben es, Rennen zu fahren, aber Lewis hat Recht. Wir machen viel mehr als je zuvor und haben 23 oder 25 Rennen. Es gibt überall Events und auch die Sponsoren kommen zurück in die Formel 1 und zu den Teams. Wir müssen da zusammenarbeiten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Binotto: Probleme bei der Zuverlässigkeit haben ihn "nicht komplett überrascht"
Vorheriger Artikel

Binotto: Probleme bei der Zuverlässigkeit haben ihn "nicht komplett überrascht"

Nächster Artikel

Pierre Gasly: Ohne Red Bull wäre ich heute nicht in der Formel 1

Pierre Gasly: Ohne Red Bull wäre ich heute nicht in der Formel 1