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Sebastian Vettel gibt zu: Würde ein Angebot von Red Bull annehmen!

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Sebastian Vettel gibt zu: Würde ein Angebot von Red Bull annehmen!
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09.07.2020, 18:59

Red Bull soll den Flirt mit Sebastian Vettel am Donnerstag beendet haben, der viermalige Weltmeister lässt seinerseits die Tür für eine Rückkehr aber weit offen

Der Bericht über eine mögliche Rückkehr von Sebastian Vettel zu Red Bull in der Saison 2021 war am Donnerstag eines der großen Themen im Formel-1-Paddock in Spielberg. Mit Spannung wurde Vettels Auftritt in der FIA-Pressekonferenz am Nachmittag erwartet. Und der viermalige Weltmeister bemühte sich dabei wenig, das von 'Motorsport-Total.com' skizzierte Szenario zu dementieren.

Auf die konkrete Frage, ob er ein Angebot von Red Bull, nach sechs Jahren Ferrari in die "alte Heimat" zurückzukehren, annehmen würde, antwortet Vettel nicht mit irgendwelchen ausweichenden PR-Floskeln, sondern er sagt klipp und klar: "Wahrscheinlich ja." Denn: "Es ist ein Siegerauto. Und ich bin hier, um zu gewinnen."

"Sie sind ein sehr starkes Team. Das weiß ich von früher. Das Team hat sich seither weiterentwickelt und ist nicht mehr genau das gleiche, daher kann ich nicht behaupten, dass ich alles noch in- und auswendig kenne. Aber ich weiß, warum sie damals so stark waren, und sie sind immer noch ein Anwärter mit einem Auto, mit dem man Rennen gewinnen kann. Das wäre sicher interessant."

Damit ist klar: Dass aus dem heißen Sommerflirt zwischen Vettel und Red Bull ein Liebes-Comeback wird, wird jedenfalls nicht an ihm scheitern. Selbst die Aussicht, Max Verstappen als Teamkollegen zu bekommen, nach Charles Leclerc bei Ferrari gleich das nächste Supertalent, schreckt ihn nicht ab: "Wenn du gewinnen willst, dann musst du es mit jedem aufnehmen."

Marko bleibt bei seinem Nein zu Vettel

Die große Frage ist: Wird aus der Idee, die zweifelsfrei herumgespukt ist, auch Realität? Dem erteilt Helmut Marko vorerst eine klare Absage: "Bei uns ist kein Platz für Vettel. Wir sind mit Albon besetzt und auch zufrieden mit ihm. Albon ist zur Hälfte Thailänder, und Red Bull gehört zu 51 Prozent Thailändern", sagt er gegenüber 'auto motor und sport'.

Das Portal 'F1-Insider.com' berichtet indes, dass Marko Vettel am Donnerstagmorgen abgesagt hat. "Ich habe heute Morgen mit Seb über die Situation gesprochen", wird der Österreicher zitiert. Albons Thai-Connection scheint ein unüberwindbares Hindernis zu sein - und das, obwohl der 24-Jährige eigentlich nur eine Verlegenheitslösung war, als Pierre Gasly nicht wie erhofft performt hat.

Doch Albon ist im Gegensatz zu Gasly zur Hälfte Thailänder - genau wie die Yoovidhya-Familie, der 51 Prozent des Red-Bull-Imperiums gehören. Am Donnerstagnachmittag, nach der angeblichen Absage durch Marko ein paar Stunden zuvor, sagt Vettel im Interview mit 'RTL' und sichtlich geknickter Miene, dass eine Rückkehr zu Red Bull "aktuell" kein Thema sei.

"Ich glaube, man muss respektieren, dass sie im Moment gut und breit aufgestellt sind und vielleicht nicht den Bedarf haben. Ich denke, die Zeitpunkt-Frage ist immer wichtig. Manchmal hat man's in der Hand, manchmal weniger. Ich glaube, die nächsten Wochen und Monate werden sowieso Aufschluss geben, was vieles angeht. Und dann wird sich zeigen, ob's was wird oder nicht."

Vettel ist Red Bulls erste Wahl - wenn Albon abfällt

Das klingt nicht so, als habe Vettel die Hoffnung auf eine Rückkehr zu Red Bull schon ganz aufgegeben - selbst wenn momentan kein konkretes Angebot auf dem Tisch liegen sollte. Aber klar ist: Wenn Albon gegenüber Verstappen stark abfällt und Red Bull dadurch wertvolle Punkte für die Konstrukteurs-WM verliert, wäre Vettel die erste Wahl für 2021.

Der 33-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass er zu Red Bull zurückkehren möchte, und er spricht derzeit auch sonst ungewohnt offen über seine Situation. Auf die Frage, ob er in den vergangenen Wochen auch mit Renault über 2021 gesprochen habe, antwortet er zum Beispiel ohne Umschweife: "Ja, habe ich. Es war aber zu keinem Zeitpunkt wirklich konkret."

"Ich bin schon so lange im Paddock, dass ich viele Leute kenne. Sie haben sich für eine andere Richtung entschieden. Für mich ändert das nicht viel. Es hängt von meiner eigenen Entscheidung ab, und da lasse ich mich in den nächsten Tagen nicht unter Druck setzen. Ich werde mir die Zeit nehmen, die ich brauche, um mich zu entscheiden."

Doch sollte sich auch die Hoffnung auf Red Bull zerschlagen, werden die realistischen Optionen auf eine Fortsetzung seiner Karriere langsam dünn. Dass Vettel will, daran lässt er keinen Zweifel: "Es ist kein Geheimnis, dass ich noch ehrgeizig bin. Ich habe in diesem Sport so viel erreicht, und ich bin daran interessiert, noch mehr zu erreichen. Ich will nicht nur dabei sein."

Vettel und Racing Point: Interesse ist überschaubar

Das spricht gegen Spekulationen, wonach er 2021 beim Racing-Point-Team, das dann als Aston Martin an den Start gehen wird, andocken könnte. Konkret auf diese Variante angesprochen, sagt er zwar, dass Racing Point "einen starken Eindruck hinterlassen" habe und "dieses Jahr gut aufgestellt" sei. Und: "Ich kenne einige Mitarbeiter aus meiner Vergangenheit sehr gut und schon sehr lange."

"Dieses Jahr haben sie die Chance, mit einem guten Auto mitzukämpfen und zu versuchen, sich weiter zu verbessern", fährt Vettel fort - und klingt damit ein wenig wie einer, der gegenüber Racing Point nett sein und sich keine Türen endgültig zuschlagen möchte, aber auch nicht brennend an der Variante interessiert ist.

Vettels beste Chance, sich selbst die Tür zu Red Bull aufzumachen, ist, starke Leistungen zu zeigen, anders als beim Saisonauftakt in Spielberg, und auf Fehler von Albon zu hoffen. "Die Rennen jetzt sind sehr wichtig für mich. In den nächsten Wochen und Monaten sehen wir dann, wie's weitergeht und welche Möglichkeiten sich auftun könnten", sagt er.

Sollte es mit dem Sommermärchen einer Rückkehr zu Red Bull ausschließlich aus kommerziellen Gründen nicht klappen, wäre ein Rücktritt - zumindest ein vorübergehender - wahrscheinlich. "Im Moment", sagt Vettel, "ist alles eine Möglichkeit. Weitermachen, eine Pause einlegen oder aufhören. Ich habe die Entscheidung noch nicht getroffen. Hängt natürlich davon ab, welche Optionen da sind."

Sein Vertrauter Marko meint jedenfalls gegenüber 'auto motor und sport': "An Stelle von Sebastian würde ich ein Jahr Auszeit nehmen und mir die Sache von außen anschauen. Vielleicht tut sich in dem Jahr etwas auf, vielleicht hat er dann einen besseren Überblick. Vielleicht gefällt ihm aber das Leben mit der Familie so gut, dass er ganz hinschmeißt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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