Formel 1
Formel 1
28 Aug.
Event beendet
04 Sept.
Event beendet
11 Sept.
Event beendet
09 Okt.
Nächstes Event in
17 Tagen
23 Okt.
Nächstes Event in
31 Tagen
31 Okt.
Nächstes Event in
39 Tagen
13 Nov.
Nächstes Event in
52 Tagen
04 Dez.
Nächstes Event in
73 Tagen
R
Abu Dhabi
11 Dez.
Nächstes Event in
80 Tagen
Details anzeigen:

Sebastian Vettel: Gibt's die Formel 1 in zehn Jahren noch?

geteilte inhalte
kommentare
Sebastian Vettel: Gibt's die Formel 1 in zehn Jahren noch?
Autor:
Co-Autor: Roberto Chinchero

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel mit Überlegungen zur Zukunft der Formel 1 und wie es die Rennserie schaffen kann, relevant zu bleiben

Sebastian Vettel wirkt nachdenklich. Denn es ist keine Frage, die er oft gestellt bekommt. Und schon gar keine zur aktuellen Situation bei Ferrari oder seiner sportlichen Zukunft, die weiterhin offen ist. Nein - vor dem Italien-Grand-Prix in Monza wurde Vettel von Journalisten gefragt, wie er sich die Formel 1 in zehn Jahren vorstelle. Und Vettel gab eine ausführliche Antwort darauf.

Der Deutsche beginnt sie mit dem Verweis auf die Coronakrise: "Vor einem halben Jahr hätte noch niemand gedacht, in welcher Situation sich die Welt jetzt befinden könnte. Wie also mag die Welt in zehn Jahren aussehen?"

Gerade weil die Welt bis dahin eine andere sein werde, müsse sich auch die Formel 1 verändern, und laut Vettel ganz erheblich. "Meiner Meinung nach hat die Formel 1 eine sehr große Aufgabe vor sich, wenn sie weiter bestehen, Fans anziehen und Emotionen und Leidenschaft transportieren will", erklärt Vettel.

Formel 1 muss sich "großen Themen" stellen

"Die Welt ändert sich, und das sehr schnell. Ich glaube, die Formel 1 muss mehr tun, statt sich einfach nur anzupassen."

Das neue Formel-1-Reglement ab 2022 gehe womöglich nicht weit genug, um die Rennserie mittelfristig am Leben zu erhalten, sagt Vettel. Man müsse schon "mehr tun als nur die Regeln zu ändern", gerade weil die Zukunft "immer mehr große Themen" bieten werde, "denen man sich stellen muss", so erklärt er.

Welche Themen er konkret meint, das sagt Vettel nicht. Vielleicht aber sind seine Äußerungen als Verweis auf die jüngsten Formel-1-Kampagnen gegen Rassismus zu verstehen, oder mit Blick auf das Formel-1-Ziel, bis 2030 CO2-neutral sein zu wollen.

Mehr tun, zum Beispiel im Umweltschutz

Vettel hält fest: "Die Formel 1 kann da nicht still sein und ihre Augen davor verschließen. Die Formel 1 sollte aber mehr tun und ein bisschen offener und toleranter werden. Ansonsten, und das ist meine persönliche Meinung, könnte es in Zukunft schwierig werden."

Vor allem aber müsse die Formel 1 aktiv werden und sich nicht immer nur darauf beschränken, "auf Druck von außen" zu reagieren, sagt Vettel. Es gehe darum, mit gutem Beispiel voranzugehen - zum Beispiel in Sachen Umweltschutz.

"Wir fahren herum und verbrennen Sprit. Das mag nur ein sehr kleiner Teil des großen Ganzen sein, aber wir sollten da mehr tun, und nicht nur in dieser Hinsicht. Jedes kleine bisschen macht einen Unterschied", erklärt Vettel. Er verweist exemplarisch auf die vielen Plastikflaschen, die an einem Formel-1-Rennwochenende verwendet würden.

Bloß nicht den bequemen Weg gehen

"Da gäbe es Lösungen", so sagt er. "Wir sollten innovativ bei Entwicklungen sein und nicht einfach nur das verwenden, was bequem und billig ist, um uns das Leben möglichst einfach zu machen. Die Formel 1 ist die Königsklasse, wenn es um die Fahrzeugentwicklung geht. Doch da hört es nicht auf. Man kann viel mehr tun, um in Zukunft relevanter zu sein."

Lewis Hamilton stimmt seinem Fahrerkollegen in diesem Punkt zu. Auch er glaubt: Die Formel 1 produziert zu viel Müll und müsse umdenken. "Müll gehört minimiert", sagt Hamilton. "Man sollte sicherstellen, und das gemeinsam mit den Organisatoren in jedem Land, dass man so sauber wie möglich arbeitet."

Die Formel 1 habe aber schon einige richtige Schritte eingeleitet: "Rein sportlich sind wir von V10-Motoren weg- und zu V8 und V6 hingekommen. Die Formel 1 muss weiter in diese Richtung gehen und irgendwann elektrisch werden, wie die gesamte Autoindustrie. Deshalb müssen wir in diese Richtung innovativ sein."

Nachsatz: "Das wird wahrscheinlich nicht mehr während meiner Karriere passieren, aber in der Zukunft der Formel 1."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

Binotto: Warum protestiert Mercedes dann nicht gegen Racing Point?

Vorheriger Artikel

Binotto: Warum protestiert Mercedes dann nicht gegen Racing Point?

Nächster Artikel

Binotto: Leclerc kann Schumachers Weg bei Ferrari wiederholen

Binotto: Leclerc kann Schumachers Weg bei Ferrari wiederholen
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Sebastian Vettel
Urheber Stefan Ehlen