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Sebastian Vettel kritisch: "Die Telemetrie ist ein Grundübel"

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Sebastian Vettel kritisch: "Die Telemetrie ist ein Grundübel"
Autor:
08.05.2019, 06:39

Sebastian Vettel würde sich wünschen, dass der Fahrer in der Formel 1 wieder mehr im Mittelpunkt steht - Vor allem die Massen an gesammelten Daten sieht er kritisch

Ist die Formel 1 durch die Massen an Daten heutzutage zu transparent geworden? Der Meinung ist zumindest Sebastian Vettel. Im Gespräch mit dem 'Spiegel' verrät der viermalige Weltmeister: "Wenn früher jemand in einer Kurve schneller war, weil er eine eigene Linie fuhr, hatte er diesen Vorsprung so lange, bis ein anderer ihm hinterherfuhr, der die Fähigkeit besaß, die Linie zu kopieren."

"Wenn's gut lief, behielt er seinen Vorsprung über das ganze Rennwochenende. Heute ist alles so transparent, dass der Ingenieur die schnellere Linie vorschlägt", erklärt Vettel und ergänzt: "Das geistige Eigentum wird geklaut, nach Sekunden weiß es mein Teamkollege, nach Minuten die gesamte Konkurrenz. Die Datenüberwachung hat uns einen Teil unseres Handwerks genommen."

"Die Telemetrie ist in meinen Augen ein Grundübel", fasst Vettel zusammen und erklärt: "Wenn es regnet, ändern sich viele der gelernten Referenzpunkte, also wo ich bremsen muss, wo ich beschleunigen kann - und schon gibt es wieder größere Unterschiede zwischen den Fahrern. Das sind die Momente, in denen wir im Cockpit auf uns alleine gestellt sind, dann wird es prickelnd."

"Wenn ich die Macht hätte, würde ich den Fahrer mehr in den Mittelpunkt stellen", verrät der Ferrari-Pilot und nennt ein Beispiel: "Zurückkehren zur manuellen Schaltung; das würde uns auch wieder mehr Bewunderung beim Publikum einbringen. Ich bin vor Jahren mal einen Ferrari Baujahr 1988 gefahren, das Auto von Gerhard Berger. Ohne Servolenkung, mit drei Pedalen, weil man noch selber schalten musste."

Der Bolide sei "sehr einfach, weniger perfekt, etwas langsamer, aber ein bisschen lebendiger" gewesen. Vettel fuhr sein ersten Formel-1-Rennen 2007, also zu einem Zeitpunkt, als die Königsklasse ebenfalls schon hochentwickelt war. Auf die Frage, in welcher Ära er gerne einmal gefahren wäre, antwortet der 31-Jährige: "Mitte der Neunzigerjahre."

"Da gab es die permanente Überwachung durch Telemetrie noch nicht, aber die Autos hatten schon ein hohes Niveau, die Aerodynamik produzierte viel Abtrieb, erlaubte hohe Kurvengeschwindigkeiten. Zugleich waren die Autos sehr roh, puristisch", so Vettel, der seine erfolgreichste Zeit in der Formel 1 zu Beginn des Jahrzehnts hatte. Zwischen 2010 und 2013 wurde er mit Red Bull viermal in Folge Weltmeister.

Mit Bildmaterial von LAT.

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