Sebastian Vettel läuft London-Marathon in unter drei Stunden
Sebastian Vettel ist für einen guten Zweck beim London-Marathon mitgelaufen und hat die Marke von drei Stunden geknackt - Ex-MotoGP-Pilot in Lederkombi
Sebastian Vettel zeigt die Finisher-Medaille beim London-Marathon 2026
Foto: Karwai Karwai
Während der Kenianer Sabastian Sawe die Schlagzeilen beim London-Marathon schrieb und als erster Mensch die Zwei-Stunden-Marke knackte und damit einen neuen Weltrekord aufstellte, hat auch der ehemalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel einen persönlichen Erfolg erzielt und eine Grenze unterboten - und das auch noch für einen guten Zweck.
Der Deutsche blieb unter der für Hobbyrennläufer magischen Grenze und absolvierte den Marathon in der britischen Hauptstadt in unter drei Stunden. Der 38-Jährige benötigte 2:59.08 Stunden für die 42,195 Kilometer und war damit knapp eine Stunde langsamer als der neue Weltrekordhalter.
Vettel nahm gemeinsam mit Tom Clarkson, dem Gesicht der Formel-1-Pressekonferenzen, am London-Marathon teil, um Spenden für den Grand Prix Trust und die Brain & Spine Foundation zu sammeln.
Der Grand Prix Trust, der in den 1980er Jahren von Sir Jackie Stewart gegründet wurde, unterstützt Mitglieder der F1-Gemeinschaft, die Hilfe benötigen. Die Brain & Spine Foundation wurde 1992 vom ehemaligen Formel-1-Arzt Sid Watkins und dem Neurochirurgen Peter Hamlyn ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, "die Prävention, Behandlung und Pflege von Menschen mit Erkrankungen des Gehirns und der Wirbelsäule" zu verbessern.
Das sagt Vettel zu seinem Lauf
Neben dem Sammeln von Spenden für die beiden Wohltätigkeitsorganisationen hatte sich Vettel zum Ziel gesetzt, das Rennen in unter drei Stunden zu beenden, was ihm auch gelang. "Es fühlte sich sehr lang an, aber es war mein erstes Mal, daher wusste ich nicht, was mich erwartet", sagt Vettel im Anschluss gegenüber BBC Sports.
"Es war jedoch unglaublich, wie viele Leute an der Strecke standen und wie glücklich alle sind - es ist also eine wirklich tolle Erfahrung", so der viermalige Weltmeister. "Ich bin immer noch sehr aufgeregt und sehr froh, dass ich es ins Ziel geschafft habe."
Auf die Frage, was ihn zur Teilnahme motiviert habe, sagt Vettel: "Nun, ich wollte schon immer einen Marathon laufen. Ich habe mich immer fit gehalten und bin viel gelaufen und Rad gefahren."
"Ich dachte mir also, es wird langsam Zeit, und ich habe mir ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, das ich erreichen konnte. Ich wollte knapp unter drei Stunden bleiben, was ich geschafft habe. Damit bin ich sehr zufrieden, aber ich glaube, noch glücklicher bin ich darüber, dass ich überhaupt angekommen bin."
"Nachdem ich diese Erfahrung nun gemacht habe, kann ich den Leuten nur empfehlen, sich anzumelden und es selbst zu versuchen."
Guintoli läuft komplett in Lederkombi
Neben Vettel war auch der frühere MotoGP-Pilot Sylvain Guintoli am Start, der den Marathon in einer kompletten Lederkombi bestritt und mit der Organisation PASIC Familien unterstützen möchte, deren Kinder an Krebs erkrankt sind.
Der traurige Hintergrund: Sein Sohn Luca ist im vergangenen Jahr selbst an Krebs verstorben.
"Er war der wunderbarste sechsjährige Junge, den man sich vorstellen kann. Nach seiner Diagnose vor einem Jahr musste Luca sich den aggressivsten Behandlungen unterziehen, die es gibt. Es war herzzerreißend", sagt der Franzose.
"PASIC war von Anfang an für unseren Luca und unsere Familie da und hat uns auf diesem Weg unterstützt. Ich nehme diese Herausforderung gemeinsam mit meinen Töchtern Alicia und Layla an, um unseren Luca zu ehren, der angesichts dieser schrecklichen Krankheit so tapfer und widerstandsfähig war."
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