Sebastian Vettel nach P10: "Ein bisschen Speed fehlt"

Wie Sebastian Vettel sein Formel-1-Qualifying in Katar für Aston Martin einschätzt und warum er seinen letzten Versuch in Q3 vorzeitig abgebrochen hat

Sebastian Vettel nach P10: "Ein bisschen Speed fehlt"

Am Ende ist es ein Top-10-Ergebnis für Sebastian Vettel im Qualifying zum Katar-Grand-Prix 2021 in Losail (das Rennen im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!), das erste seit August. Aber kann der Aston-Martin-Fahrer mit der Q3-Teilnahme auf dem Losail International Circuit bei Doha auch zufrieden sein oder wäre sogar eine bessere Platzierung dringewesen?

Direkt nach der Qualifikation gibt sich Vettel zwiegespalten: "Das Auto hat sich soweit gut angefühlt. Die Runde in Q2 war gut, die Runde in Q3 ähnlich gut. Dann hatte ich ein gutes Gefühl im letzten Sektor, bis zur gelben Flagge. Und da habe ich meine Runde abgebrochen", sagt Vettel bei 'Sky'.

Für ihn sei es eine Selbstverständlichkeit, bei einem auf der Fahrbahn stehenden Auto vom Gas zu gehen, auch wenn es aus seiner Sicht "schade" und "enttäuschend" war, die finale Runde in Q3 nicht ins Ziel bringen zu können. Allzu viel verloren habe er dadurch aber nicht: "Es wäre wohl nahe an meiner Rundenzeit aus Q2 dran gewesen, aber vielleicht nicht gut genug für P9", meint Vettel.

Vettel: Wenn man je einen Ferrari, McLaren und Red Bull schlägt ...

In Q2 hatte Vettel mit 1:22.146 Minuten den achten Platz unter 15 Fahrern belegt und so das Ticket für das Top-10-Finale gelöst. Dort aber gelang ihm nur noch eine Runde von 1:22.785 Minuten, womit er um sieben Zehntel abgeschlagen Letzter wurde. Doch selbst wenn Vettel seine Q2-Zeit wiederholt hätte, er wäre damit trotzdem nur auf P10 gewertet worden.

Allerdings: Vettel hat auf dem Weg in die schnellsten Zehn prominente Konkurrenten hinter sich gelassen. "Wenn man bedenkt, dass ein Red Bull, ein McLaren und ein Ferrari [in Q2] ausgeschieden sind, ist das [Ergebnis] stark [für Aston Martin]", sagt Vettel. Denn unter normalen Umständen sei eine Q3-Teilnahme "nicht das, was man von uns erwartet", weil der AMR21 meist deutlich langsamer sei als die üblichen Top-10-Autos.

Dazu zählen in Katar auch die Fahrzeuge von Alpine und AlphaTauri. Beide Teams sind mit je beiden Fahrern in den Top 10 vertreten. Vettel überrascht das aber nicht. "Um ehrlich zu sein: Sie sind schon seit ein paar Veranstaltungen schneller als wir, vor allem über eine Runde. Im Rennen können wir das ein bisschen kompensieren. Es dürfte aber schwierig werden, am Sonntag mit ihnen zu kämpfen, weil sie doch um einiges besser sind."

Er hätte sich im Qualifying so oder so vermutlich hinter Esteban Ocon im Alpine eingereiht. "Es wäre schwierig geworden, ihn zu schlagen. Wir waren zwar ganz gut unterwegs, aber letztendlich fehlt doch ein bisschen Speed, um wirklich attackieren zu können in Q3."

Hoffnung auf Besserung im Renntrimm

"Und am Sonntag sieht es ähnlich aus. Ich hoffe nur, wir sind ein bisschen cleverer beim Umgang mit den Reifen und [etwas besser] im Renntrimm", meint Vettel. Hoffnung zieht der Deutsche vor allem aus der Longrun-Pace, die im Training "ziemlich gut" ausgesehen habe.

Im Qualifying fiel Vettel indes auch noch durch eine Szene mit AlphaTauri-Fahrer Pierre Gasly auf, den er ausgangs der Boxengasse überholte. Gasly warf Vettel dabei am Funk einen Regelverstoß vor.

Wie Vettel darauf reagiert? Erst mal mit einem Schmunzeln, dann sagt er: "Ich glaube, man versucht, was man kann. Man darf ja sowohl im Boxeneingang als auch im Boxenausgang überholen. Weiß nicht. Vielleicht hatte er auch ein Problem. Scheinbar nicht. Ich dachte, vielleicht."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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